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Alte Dörfer, neue Wege – Unterwegs in Richtung Zukunft

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Die Verbraucherzentrale NRW untersucht gemeinsam mit Bürger:innen und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Wege zu nachhaltiger Mobilität rund um den Tagebau Garzweiler II im Rheinischen Revier.

Projektzeitraum ab

Februar 2024

Projektende

August 2024

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Kontakt

Felix Langer

E-Mail senden

Institution

Verbraucherzentrale NRW e.V.

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

Warum fährt der Bus nicht in das nächste Dorf? Wieso hört der Fahrradweg einfach hier auf? Und warum gibt es bei mir immer noch kein Car Sharing Angebot? Heutzutage gibt es viele Hürden, die es verhindern, sich nachhaltig auf dem Land fortbewegen zu können. Dabei ist der Verkehrssektor einer der größten Emittenten von Treibhausgasen. Gemeinsam mit der Dörfergemeinschaft KulturEnergie und weiteren interessierten Bürger:innen am Tagebau Garzweiler II wurde sich dem Thema gewidmet, eine nachhaltigere und zukunftsfähige Mobilität vor Ort zu gestalten. In einem Auftaktworkshop wurden gemeinsam Probleme und Herausforderungen des ländlichen Mobilitätsangebots erarbeitet. In den anschließenden Abstimmungsprozessen entschieden sich die Bürger:innen schließlich für folgende übergeordnete Forschungsfrage: „Wie könnte der öffentliche Personennahverkehr in den Dörfern westlich des Tagebaus Garzweiler II bedarfsorientiert in den nächsten Jahren umgestalten werden?“

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Die gemeinsame Forschung läuft anhand eines Design Thinking Prozesses ab. Zunächst erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam mit der Projektkoordination ein Verständnis für den ÖPNV vor Ort und sammeln Herausforderungen und Ideen diesen nachhaltiger zu gestalten. Aus den Erkenntnissen wird gemeinsam ein ÖPNV Konzept erarbeitet, welches mithilfe verschiedener Methoden und der Einbeziehung von Stakeholder:innen getestet wird. Anschließend wird das Konzept mithilfe der Ergebnisse aus der Testung angepasst. Interessierte Bürger:innen können sich am gesamten Forschungsprozess beteiligen. Von der Sammlung von Ideen über die Konzepterstellung, Testung und Anpassung sind Möglichkeiten der Partizipation geplant und erwünscht. Wir arbeiten in mehrstündigen digitalen und analogen Workshops zusammen. In diesen arbeiten wir am Forschungsprozess und bilden die Teilnehmenden in der Anwendung der nötigen Forschungsmethoden aus.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Ergebnisse im Forschungsprojekt werden in einem abschließenden Workshop gemeinsam diskutiert. Außerdem wird es eine Dialogveranstaltung mit regionalen Stakeholder:innen geben, in der wir zusammen über das erstellte Konzept debattieren. Zusätzlich wird ein Ergebnisbericht veröffentlicht, Bildungsmaterialien erstellt und in weiteren Veranstaltungen die Ergebnisse in die Projektregion transferiert.

Wozu trägt die Forschung bei?

Das entworfene Konzept stellt eine Grundlage dar, wie der ÖPNV bedarfsgerecht am Tagebau Garzweiler II umgestaltet werden könnte. Durch die frühe Einbindung von Stakeholder:innen wird eine hohe Akzeptanz angestrebt und die Möglichkeit der Umsetzung als realistisch eingeschätzt. Die Erkenntnisse aus dem Projekt werden durch Publikation(en) der Heinrich-Heine Universität in die Fachcommunity getragen. Dadurch wird einerseits darauf abgezielt, einen relevanten Beitrag im Forschungsfeld der ländlichen Mobilität beizutragen. Andererseits wird das Potential gesehen, den Forschungsansatz zu verbreiten, da dieser als vielversprechende Methode zur Partizipation von Bürger:innen an lokalen Mobilitätsherausforderungen gesehen wird. Schließlich wird das Projekt im Rahmen des Nachhaltigkeitsprojekts MehrWertRevier der Verbraucherzentrale NRW durchgeführt und die Erkenntnisse fließen in dessen weitere Arbeit ein.

Was sind die (Zwischen-)Ergebnisse des Projekts?

Aus den gemeinsamen Überlegungen und Sammlungen der Herausforderungen des ÖPNV vor Ort wurde klar, dass eine Ringbuslinie viele Mobilitäts-Einschränkungen lösen würde. Deshalb wurde gemeinsam ein Konzept für eine potentielle Buslinie - den "Überland-Express" - entworfen. Mithilfe von qualitativen Interviews erforschten die Citizen Scientists, inwiefern die Akzeptanz der Anwohner:innen bestehen würde eine solche Buslinie zu nutzen. Die Ergebnisse und Rückmeldungen von lokalen ÖPNV-Stakeholdern flossen in die Finalisierung des Bus-Konzepts, welches am Ende des Forschungsprojekts auf einer Dialogveranstaltung präsentiert wurde. Aus den Erkenntnissen des Projekts sind anschließend zwei Materialien entstanden: - Das Planspiel "Alte Dörfer, Neue Wege: Mobilität mitgestalten im Braunkohlerevier" in dem Jugendliche und Erwachsene spielerisch mehr über eine demokratische Mobilitätswende vor Ort erfahren können. - Der Leitfaden "Gemeinsam Gestalten im Revier" mit dem Multiplikator:innen angeleitet werden ein co-kreatives Projekt im Braunkohlerevier selbst durchzuführen. Mehr zu dem Forschungsprojekt, den Ergebnissen und die Materialien sind zu finden unter mehrwertrevier.nrw/mobil-forschung