Biodiversität - Vom Acker bis zum Teller
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Ende Oktober startet das Mitmach-Forschungsprojekt „Biodiversität – Vom Acker bis zum Teller“ – und du kannst von Anfang an dabei sein. Gemeinsam mit dem Institut für Verbraucherwissenschaften der Universität Düsseldorf gehen wir der Frage nach, wie biologische Vielfalt und unsere Ernährung zusammenhängen und wir beides hier vor Ort stärken können. Wir entwickeln eigene Forschungsfragen, sammeln zusammen Erkenntnisse und schaffen ein Jahr lang Raum für Austausch, Wissen und Engagement rund um Biodiversität und nachhaltige Ernährung.
Neugierig geworden?
Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findest du auf unserer Website.
Du hast noch Fragen?
Wir bieten zwei Online-Infotermine an, bei denen du uns und das Forschungsprojekt näher kennenlernen kann:
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Kontakt

Felix Langer
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Verbraucherzentrale NRW
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Häufige Fragen
Worum geht es in diesem Projekt?
Unsere Ernährung hat einen großen Einfluss darauf, wie es um die Natur in unserer Region steht. Durch intensive Nutzung, Überdüngung und Flächenverbrauch verschwinden Arten und Lebensräume. Eine vielfältige Bewirtschaftung mit natürlichem Pflanzenschutz und Beachtung der Fruchtfolgen kann hingegen zu einer biodiversitätsfördernden Landwirtschaft führen. Wir haben es bei der Wahl unserer Lebensmittel selbst in der Hand, aktiv zu werden. Allerdings herrscht Umfragen zufolge in der Bevölkerung Unsicherheit, wie ein Einkaufskorb aussieht, der einen vorwiegend positiven Einfluss auf die biologische Vielfalt hat. Deshalb wollen wir gemeinsam genauer hinschauen und Antworten auf unsere Leitfrage finden: Wie wird das Thema Biodiversität im Ernährungssystem für Verbraucher:innen verständlich, erlebbarer und handlungsrelevant? Konkret werden wir: Erkenntnisse darüber gewinnen, wie biologische Vielfalt im Kontext nachhaltiger Ernährung wahrgenommen wird und wie sich eine biodiversitätsfördernde Ernährung im Rheinischen Revier stärken lässt. Das gewonnene Wissen wird in Praxisformaten direkt angewendet, um damit vor Ort Veränderungen anzustoßen und einen Beitrag zum nachhaltigen Strukturwandel zu leisten. Die Ergebnisse werden in die Fachöffentlichkeit eingebracht und die Vernetzung zwischen lokalen Akteuren wird gefördert.
Wie können Bürger*innen mitforschen?
Gemeinsam mit allen interessierten Bürger*innen bilden wir eine Forschungsgruppe, in der jede*r die Möglichkeit hat, den gesamten Forschungsprozess mitzugestalten. Nach einem kurzen Themeneinstieg hast du die Möglichkeit, Forschungsfragen einzubringen, zu diskutieren und auszuwählen. Wir entwickeln gemeinsam passende Forschungsmethoden und du kannst Daten sammeln. Das kann bedeuten, dass du Interviews mit Akteuren im Ernährungssystem, Vergleichsexperimente oder Befragungen durchführst. Wir unterstützen dich in der Durchführung und übernehmen bei Bedarf auch die Auswertung. Zusammen schauen wir auf die Ergebnisse, ziehen Rückschlüsse für die Praxis und entwickeln Maßnahmen daraus. Wie intensiv dein Engagement im Projekt ist, kannst du sehr individuell gestalten. Du kannst auch nur für kurze Zeit dabei sein, immer mal wieder bei Workshops deine Perspektive einbringen oder eigenständig Methoden durchführen. Wir freuen uns über jeden Beitrag. Es sind keine speziellen Vorkenntnisse zum Mitforschen nötig.
Was passiert mit den Ergebnissen?
In dem Projekt werden wir die Erkenntnisse der Forschungsphase direkt in der Entwicklung und Erprobung von Maßnahmen und Formaten anwenden. Was wir genau umsetzen, kommt auf die Erkenntnisse der vorherigen Phase an und darauf, was wir gemeinsam als Gruppe für sinnvoll halten. Erste Ideen sind die Entwicklung eines Biodiversitäts-Bildungsbaukastens, eines mobilen Ausstellungsformats, Storytelling-Ansätzen für biodiversitätsfreundliche Produkte oder ein Aktionsformat für Initiativen. Hierbei hast du die Möglichkeit ganz kreativ die Formate zu gestalten oder an der gemeinsamen Evaluation und Überarbeitung der Formate mitzuwirken. Des Weiteren wird die Verbraucherzentrale NRW Transfermaßnahmen (wie z. B. Workshops, Leitfäden und Bildungseinheiten) erarbeiten, mit denen die Erkenntnisse in der Projektregion (Rheinisches Revier) Verbreitung finden. Das Institut für Verbraucherwissenschaft trägt das Wissen mit Publikationen in die Fachgesellschaft, um den Diskurs rund um Biodiversität und nachhaltige Ernährung zu stärken.
Wozu trägt die Forschung bei?
Biodiversität ist eine der drängendsten globalen Herausforderungen – gleichwohl ist das Thema noch kaum in der Breite der Bevölkerung angekommen. Zwar ist einem Großteil der Bevölkerung das Problem bewusst, allerdings kennt nur ein kleiner Teil Handlungsmöglichkeiten. Dies liegt auch daran, dass es bisher im Gegensatz zu anderen Nachhaltigkeitsthemen (wie Ressourcenschonung oder Klimawandel) wenig unabhängige Verbraucherarbeit zu Biodiversität gibt. Die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt sollen dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. So werden aufbauend auf den Erkenntnissen Informations-, Bildungs- und Mitmachangebote konzipiert und umgesetzt, um das Thema Biodiversität im Ernährungssystem zu stärken. Außerdem fließen die Ergebnisse in den wissenschaftlichen Diskurs um Biodiversität und Ernährungsverhalten.