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Datenatlas Sankt Aldegund

Panorama Sankt Aldegund, Markus Kroth
Wie sah Sankt Aldegund früher aus – und was wissen wir noch nicht? Der Datenatlas verbindet Quellen, Denkmäler, Orte und Ereignisse. Bürger*innen können mit Fotos, Dokumenten, Literaturhinweisen und lokalem Wissen offene Fragen zur Ortsgeschichte weiter erforschen.

Projektzeitraum ab

Juni 2026

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Kontakt

Ben Thoma

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Visualisierung Wohnungen, Ben Thoma
Visualisierung Einwohner, Ben Thoma

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

Der Datenatlas Sankt Aldegund untersucht die Orts-, Bau- und Sozialgeschichte eines Moselortes anhand verknüpfter Quellen, Ereignisse, Denkmäler und Kulturorte. Ausgangspunkt sind veröffentlichte Quellen, historische Dokumente, Bildmaterial und strukturierte Ortsdaten. Gleichzeitig bleiben Lücken: Gebäude sind ungenau datiert, historische Fotos ungeklärt, private Unterlagen kaum erschlossen und einzelne Zusammenhänge offen. Bürger*innen können solche Spuren beisteuern und damit die Quellenbasis erweitern. Leitfrage ist: Welche bislang unbekannten oder nur teilweise belegten Informationen zur Geschichte Sankt Aldegunds lassen sich durch private Quellen, historische Fotografien und lokales Wissen erschließen?

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Mitforschen ist ohne Vorwissen und ohne App möglich. Gesucht werden historische Fotos, Postkarten, Dias, Dokumente, Literatur- und Archivhinweise, Angaben zu Gebäuden und Orten sowie nachvollziehbare Korrekturen. Beiträge werden per E-Mail eingereicht, möglichst mit Angaben zu Herkunft, Datierung, Kontext und Rechten. Jede Spur durchläuft denselben Forschungsweg: Herkunft klären, quellenkritisch prüfen, mit bestehenden Atlasdaten und Fachquellen abgleichen und die belastbare Aussage bestimmen. Der Datenatlas ist ein unabhängiges Projekt; die Prüfung orientiert sich an historischen und quellenkritischen Methoden und bezieht wissenschaftliche Literatur, Editionen, Archive und Fachportale ein. Bei Rückfragen erfolgt der Austausch direkt per E-Mail.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Nach der Prüfung kann ein Beitrag einen bestehenden Datensatz ergänzen, eine neue Quelle oder ein Ereignis erschließen oder als offene Forschungsfrage sichtbar bleiben. Herkunft und Beleglage werden nachvollziehbar dokumentiert; eine namentliche Nennung erfolgt nur mit Zustimmung. Den Forschungsstand können Teilnehmende im frei zugänglichen Datenatlas über Karte, Chronologie, Quellenregister, Methodikseite und „Mitforschen“ verfolgen. Der Atlas wird redaktionell von mir kuratiert; Datensätze können nicht direkt auf der Website verändert werden. Vorschläge für neue Themen, Forschungsfragen, Korrekturen oder Ergänzungen können jederzeit per E-Mail eingereicht werden. Sie werden quellenkritisch geprüft und erst danach in den Datenbestand übernommen oder als offene Frage dokumentiert. Rückfragen und Rückmeldungen erfolgen direkt per E-Mail.

Wozu trägt die Forschung bei?

Das Projekt trägt zur digitalen Orts- und Regionalgeschichte, Mikrogeschichte, Bau- und Sozialgeschichte sowie zur digitalen Geschichtsvermittlung bei. Besonders wertvoll sind Quellen, die in öffentlichen Beständen kaum vorkommen: private Fotografien, Familienunterlagen, Vereinsmaterial, Hausdokumente und lokales Wissen. Sie können Datierungen präzisieren, verschwundene Gebäude oder Nutzungen identifizieren und Veränderungen von Ortsbild, Landschaft und Alltag nachvollziehbar machen. Der gesellschaftliche Nutzen liegt in einer offen zugänglichen, quellenkritisch dokumentierten Wissensbasis für Sankt Aldegund. Lokales Wissen wird gesichert, überprüfbar mit anderen Quellen verbunden und für Forschung, Bildung und interessierte Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Was sind die (Zwischen-)Ergebnisse des Projekts?

Der Datenatlas ist bereits öffentlich zugänglich und enthält derzeit 94 historische Ereignisse, 45 Denkmal-Datensätze, 47 direkt verknüpfte Quellen und 9 Kulturorte. Die Inhalte sind über eine interaktive Denkmalkarte, Chronologie, statistische Perspektiven und ein Quellenregister erschlossen. Bereits sichtbar sind unter anderem quellenkritische Neubewertungen früher Urkunden, differenzierte Bauphasen der Kirchen, historische Wasserinfrastruktur sowie offene Fragen zu Gebäuden, Bildquellen und privaten Überlieferungen. Die Seite „Mitforschen“ bündelt konkrete Forschungsfragen und zeigt transparent, wie neue Hinweise vom Fundstück bis zum geprüften Datensatz verarbeitet werden.