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Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

Glück auf! Verzeichnisse von Bergbaubeschäftigten

Hauer mit Abbauhammer, 1930 (Fotograf: unbekannt/Quelle: DBM/montan.dok 120160097301)
Sie suchen nach Vorfahr*innen, die im Bergbau tätig waren. Sie wollten schon immer wissen, wer die Menschen waren, die auf den Bergwerken arbeiteten und woher sie kamen. Dann sind Sie eingeladen, sich aktiv an unserem Projekt zu beteiligen.

Projektzeitraum ab

Juli 2023

Kontakt

Dr. Maria Schäpers

E-Mail senden

Institution

Deutsches Bergbau-Museum Bochum/Montanhistorisches Dokumentationszentrum (montan.dok)

Verein für Computergenealogie e. V. (CompGen)

Familienzusammenführung im Team (FaZIT)

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

Im Projekt werden personenbezogene Unterlagen aus dem Montanhistorischen Dokumentationszentrum (montan.dok)/Bergbau-Archiv Bochum des Deutschen Bergbau-Museums Bochum digitalisiert und tiefenerschlossen, um diese Unterlagen digital und damit weltweit zugänglich zu machen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit dem Verein für Computergenealogie e.V. (CompGen) und den Citizen Scientists von Familienzusammenführung im Team (FaZIT) in Essen. Bei den Quellen handelt sich vor allem um Belegschaftslisten und Personalkarteien, die persönliche Daten zu Geburtsjahr und –ort, Dauer und Art der Beschäftigung und anderes mehr enthalten. Diese Angaben zu den Einzelpersonen werden möglichst vollständig erfasst. Das Projekt Glück auf gibt Ihnen somit die Möglichkeit auf die Suche nach Ihren Vorfahren zu gehen und erleichtert allen anderen Familienforschern ebenfalls die Suche erheblich. Darüber hinaus sind die Daten für weitergehende, z. B. sozial- oder migrationsgeschichtliche Forschungsfragen von Belang. Etwa für die Frage nach weiblichen Beschäftigten, die in einem so männlich dominierten Arbeitsfeld wie dem Bergbau selten im Fokus standen.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Interessierte Bürger*innen können über einen eigens auf der Website von CompGen eingerichteten Bereich nach Anmeldung sowie kurzer Einführung in den Umgang mit der Eingabemaske DES (Datenerfassungssystems) und in die Richtlinien des Projekts die Digitalisate bearbeiten (https://wiki.genealogy.net/Verzeichnisse_von_Bergbaubesch%C3%A4ftigten). Sie erfassen dann die Informationen aus den Quellen. Die Eingaben neuangemeldeter Personen werden zu Beginn genauer geprüft, um Fehler zu vermeiden. Kenntnisse historischer deutscher Handschriften sind von Vorteil beim Entziffern der Einträge, aber sie sind keine Voraussetzung. Hilfestellungen zum Lesen der Schrift sind über die CompGen-Website leicht auffindbar. Mit wachsendem Umfang der Community sind Online-Sprechstunden für den gegenseitigen Austausch mit den Archivar*innen vorgesehen.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Digitalisate und die erhobenen Daten bleiben auf der Website von CompGen erhalten und frei recherchierbar. Zudem sollen sie der Anreicherung der im montan.dok/Bergbau-Archiv Bochum vorhandenen Erschließungsdaten dienen und damit die Recherchierbarkeit der Archivbestände über die eigene Online-Erschließungsdatenbank unter www.montandok.de sowie über verschiedene Portale verbessern. Um die Projektergebnisse für möglichst viele Fragestellungen fruchtbar zu machen, sollen definierte Datenpakete schließlich gemäß der FAIR-Prinzipien über geeignete Repositorien zugänglich gemacht werden. Dadurch sollen nicht zuletzt neue Forschungsperspektiven eröffnet und konkrete Forschungsvorhaben angestoßen werden.

Wozu trägt die Forschung bei?

Das Interesse an der eigenen Familiengeschichte und dem eigenen Herkommen ist in der Gesellschaft ungebrochen lebendig. Das zeigen nicht zuletzt die vielen genealogischen Anfragen im DBM/montan.dok und in anderen Archiven. Hier will das Projekt interessierten Citizen Scientists eine aktive Partizipation am Prozess der Erschließung und Dokumentation ermöglichen und zugleich deren Wissen für die Generierung neuer Forschungsdaten fruchtbar machen. Durch die Digitalisierung und Tiefenerschließung werden bisher nur mühsam zugängliche Quellen leichter nutzbar und es kann eine kritischen Menge an Forschungsdaten entstehen, die für vielfältige Forschungsfragen genutzt werden kann.

Was sind die (Zwischen-)Ergebnisse des Projekts?

Das Kooperationsprojekt ist langfristig angelegt. Zunächst steht die Überlieferung des ehemaligen Steinkohlenbergwerks Ewald in Herten im Archivbestand montan.dok/BBA 4, Ewald-Kohle AG, Recklinghausen, im Fokus, aus der (Stand April 2024) bereits 1400 Personalkarten digitalisiert und bearbeitet worden sind. Die nächsten Digitalisierungspakete sind schon geplant.