Nürnberg forscht 2 – Citizen Science im Stadtteil
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„Nürnberg forscht 2 – Citizen Science im Stadtteil“ ist ein Projekt im Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) 2021-2027 und wird von der Europäischen Union kofinanziert.
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Derya Yıldırım
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Bildungsbüro der Stadt Nürnberg
Häufige Fragen
Worum geht es in diesem Projekt?
Nürnberg ist eine Stadt der Vielfalt. Migration prägt seit vielen Jahren das gesellschaftliche Leben und gewinnt weiter an Bedeutung. Gleichzeitig leben Menschen mit Zuwanderungsgeschichte innerhalb der Stadt ungleich verteilt. In einigen Vierteln führt dies zu sozialräumlicher Segregation, die eng mit sozioökonomischen Benachteiligungen verbunden ist. Erfahrungen zeigen, dass ein gut funktionierendes Zusammenwirken im Stadtteil – getragen von sozialen Netzwerken, Bildungsorten und unterstützenden Strukturen – Teilhabe, Zusammenhalt und Lebensqualität nachhaltig stärkt. Als Folgeprojekt von „Nürnberg forscht“ bringt „Nürnberg forscht 2“ den bewährten Citizen-Science-Ansatz in ausgewählte Stadtteile. Menschen werden aktiv an der Erforschung und Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfeldes beteiligt. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse gemeinsam mit den Bewohner*innen vor Ort zu gewinnen und Beteiligung möglichst niedrigschwellig zu gestalten. Das Projekt schafft Räume, in denen Stadtteilbewohner*innen ihre Erfahrungen teilen können – unabhängig von Herkunft, Sprache oder sozialem Hintergrund.
Wie können Bürger*innen mitforschen?
Bewohner*innen in insgesamt drei ausgewählten Stadtteilen können mithilfe partizipativer Methoden wie Community Mapping, Stadtteilspaziergängen, Fokusgruppen und Interviews selbst zu Forschenden werden. So kommen Erfahrungen, Herausforderungen und Bedarfe aus der Perspektive der Menschen zur Sprache, die den Stadtteil täglich leben und prägen. Im Fokus stehen dabei insbesondere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, da ihre Stimmen in klassischen Beteiligungsformaten häufig unterrepräsentiert sind.
Was passiert mit den Ergebnissen?
Die Ergebnisse aus den erforschten Stadtteilen werden in Begegnungsformaten an die Bewohner*innen zurückgespielt und gemeinsam mit ihnen diskutiert. Darauf aufbauend werden konkrete Impulse für eine diversitätssensible Stadtteilentwicklung erarbeitet. Der gesamte Forschungsprozess sowie die Ergebnisse werden auf der Projektseite und dem Instagram-Kanal dokumentiert und veröffentlicht.
Wozu trägt die Forschung bei?
Zunächst werden zwei bereits etablierte Stadtteile erforscht. Aufbauend auf diesen Erfahrungen bezieht das Projekt im weiteren Verlauf das neue Stadtquartier Lichtenreuth ein, das bis 2030 rund 6.000 Menschen ein Zuhause bieten wird. Angesichts der demografischen Entwicklung in Nürnberg ist davon auszugehen, dass auch in Lichtenreuth ein signifikanter Anteil der zukünftigen Bewohner*innen eine Zuwanderungsgeschichte haben wird. Der Citizen-Science-Ansatz von „Nürnberg forscht im Stadtteil“ soll die Vielfalt dort von Beginn an sichtbar machen, damit interkulturelle Netzwerke, Beteiligungsstrukturen und gemeinschaftliche Orte frühzeitig wachsen können. So verbindet das Projekt innovative Ansätze der Stadtteil- und Quartiersentwicklung mit den integrationspolitischen Leitlinien der Stadt Nürnberg.