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mit:forschen!

Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

Zecken entdecken & melden

Grafik: Elisa Klaffus
Zecken breiten sich in Deutschland immer weiter aus – darunter auch Arten, die ursprünglich aus wärmeren Regionen stammen. Die Teilnahme ist einfach und ideal für alle, die gerne draußen unterwegs sind: beim Spaziergang, im Garten oder mit Hund. Jede Meldung hilft bei der Erforschung der Zecken.

Projektzeitraum ab

März 2026

Projektende

März 2027

Weitere Informationen

Direkt zum Zecken-Meldeformular von NABU|Naturgucker.de: https://nabu-naturgucker-beobachtungen.de/zecken

Kontakt

Theresa Seidel

E-Mail senden

Institution

NABU Bundesverband

NABU|naturgucker

Wiesenzecke (Weibchen). Foto: NABU/Istvan und Sabine Palfi
Wiesenzecke (Männchen). Foto: Frank Derer
Gemeiner Holzbock (Weibchen). Foto: Frank Derer
Gemeiner Holzbock (Männchen). Foto: Frank Hecker
Wiesenzecke (Weibchen). Foto: Iris Schmidt/NABU-naturgucker.de
Größenvergleich Gemeiner Holzbock - Wiesenzecke. Grafik: NABU/Elisa Klaffus

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

In den letzten Jahren wurden in Deutschland vermehrt neue Zeckenarten gesichtet. Zudem sind Zecken inzwischen ganzjährig aktiv. Im Fokus unserer Aktion stehen: die Wiesenzecke, auch als Auwaldzecke bekannt; und die Schafzecke. Ursprünglich waren beide Arten vor allem in Südeuropa heimisch und in Deutschland sehr selten. Während die Schafzecke heute in Südwestdeutschland vorkommt, ist die Wiesenzecke inzwischen in fast ganz Deutschland verbreitet, wobei es noch „weiße Flecken“ auf der Landkarte gibt. Gerade für Hunde ist die Wiesenzecke problematisch, denn sie überträgt die Krankheit Babesiose, umgangssprachlich „Hundemalaria“ genannt, welche unbehandelt für Hunde tödlich verlaufen kann. Mit Ihrer Unterstützung möchten wir klären: Wie weit haben sich Wiesenzecke, Schafzecke und andere Zeckenarten bereits ausgebreitet? Welche Wirte (Hund, Katze, Pferd und Mensch ...) werden von den einzelnen Arten wie häufig befallen?  An welchen Körperstellen stechen die Zecken ihre Wirte bevorzugt? 

Wie können Bürger*innen mitforschen?

1. Untersuche Sie sich und ggf. Haustiere nach Spaziergängen gründlich auf Zecken. Falls die Zecke gestochen hat, entfernen Sie diese umgehend. 2. Fotografieren Sie die Zecke(n) von oben und von unten, idealerweise als Nahaufnahme bei gutem Licht und auf hellem Untergrund. Die Fotos helfen uns bei der eindeutigen Bestimmung. 3. Bestimmen Sie die Zeckenart mithilfe der Informationen auf der Projektseite oder der Bestimmungshilfe zum Durchklicken unter https://nabu-naturgucker-beobachtungen.de/zecken 4. Melden Sie Ihre Zeckenbeobachtung im Meldeformular unter https://nabu-naturgucker-beobachtungen.de/zecken und laden Sie die Fotos der Zecke hoch. Meldungen sind auch ohne Foto möglich. Es ist kein Vorwissen nötig. Falls Sie sich unsicher sind, um welche Zecke es sich handelt, können Sie Ihre Beobachtung unter „Zecken (alle)“ melden und die Community wird die Zecke bestimmen. Am 29.4. wird ein Webinar mit der Zeckenexpertin Prof. Christina Strube stattfinden. Anmeldung unter: https://www.naju.de/für-jugendliche-junge-erwachsene/who-the-bug/

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Beobachtungen sind im Meldeportal von NABU|naturgucker für jede*n einsehbar: https://nabu-naturgucker.de/meldeportal/ Dort kann nach Zeckenarten, Bundesländern, etc. gefiltert werden. Die Anzahl der Meldungen sowie die geografische Verbreitung der verschiedenen Zeckenarten werden ausgewertet und grafisch aufbereitet. Bei der Datenauswertung und -interpretation wird Professorin Christina Strube von der Tierärztlichen Hochschule Hannover unterstützen. Ergebnisse und Updates werden auf der Projektseite veröffentlicht und einmalig per E-Mail an Teilnehmende verschickt. Die Daten werden außerdem an GBIF (Global Biodiversity Information Facility) weitergeleitet. GBIF ist aktuell das größte Biodiversitätsdatenprojekt der Welt. Die Daten auf GBIF sind frei zugänglich und können für weitere Forschungsprojekte genutzt werden.

Wozu trägt die Forschung bei?

Das Projekt ordnet sich in die ökologische und medizinische Zeckenforschung im Zusammenhang mit dem Klimawandel ein. Die Teilnehmenden helfen dabei, Vorkommen, Verbreitung und Ausbreitung von Zeckenarten in Deutschland zu erfassen. So lassen sich Hinweise darauf gewinnen, ob sich neue Arten etablieren, in welchen Regionen sie auftreten und wie sich das Risiko für Mensch und Tier verändert. Gesellschaftlich trägt das Projekt dazu bei, zeckenübertragene Krankheiten besser zu verstehen und Gesundheitsvorsorge sowie Aufklärung zu verbessern. Gleichzeitig stärkt es die Beteiligung der Öffentlichkeit an wissenschaftlicher Datenerhebung und macht Klimawandelfolgen im Alltag sichtbar.