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Campus Citizen Science 2026: Partizipation gestalten

Vortrag im Dinosaal des Museum für Naturkunde Berlin
Foto: Barbara König / mit:forschen!

28. September 2026, 10:00-17:00 Uhr
Museum für Naturkunde Berlin

Partizipative Forschung bringt Menschen mit unterschiedlichen Wissensbeständen, Voraussetzungen, Motivationen und Erwartungen zusammen. Wer partizipative Forschungsprozesse koordiniert, braucht daher zusätzlich zur wissenschaftlichen Expertise soziale und kommunikative Kompetenzen. So sind unter anderem Fähigkeiten im Konfliktmanagement, im Umgang mit Machthierarchien oder in  zielgruppen- und kontextsensibler Ansprache wesentliche Gelingensbedingungen partizipativer Forschung. Diese Kompetenzen sind nicht Teil der akademischen Ausbildung, sondern werden meist erst im (partizipativen) Prozess angeeignet.

Beim Campus Citizen Science 2026 möchten wir gemeinsam mit euch ein besseres Verständnis für die erfolgreiche Gestaltung partizipativer Forschungsprozesse entwickeln. In interaktiven Formaten werden wir gemeinsam das Feld an notwendigen Kompetenzen vermessen, uns über Erfahrungswerte und vorhandene Ressourcen austauschen und von Expert*innen für Partizipation lernen. Im Mittelpunkt steht dabei die Sichtbarmachung und Stärkung hilfreicher Soft Skills wie Kommunikation, Teamfähigkeit und Konfliktlösung.

Das Format

Einmal im Jahr laden wir euch zum Campus Citizen Science ein, um uns gemeinsam einen Tag lang zu einem wechselnden Schwerpunkt auszutauschen. Inspiriert vom Gedanken eines Campus, soll das Format einen lebendigen Lern-, Austausch- und Entwicklungsraum bieten: offen, interdisziplinär und praxisnah. 2025 fand der erste Campus Citizen Science zum Thema Künstliche Intelligenz statt. Die Teilnahme am Campus Citizen Science ist kostenlos.

Das Programm

  • 09:30 - 10:00 Ankommen & Check-in
  • 10:00 - 11:30 Begrüßung, Keynote & Austausch
  • 11:30 - 12:45 Mittagessen (vegetarisch/ vegan)
  • 12:45 - 14:15 Workshop-Phase I 
  • 14:15 - 15:00 Kaffeepause
  • 15:00 - 16:30 Workshop-Phase II 
  • 16:30 - 17:00 Gemeinsame Reflexion und Abschluss

Die Workshops

Die vier Workshops finden parallel statt und werden jeweils in beiden Workshop-Phasen angeboten. So habt ihr die Möglichkeit, insgesamt an zwei der vier Workshops teilzunehmen. 

Workshop 1: Haltung, Rolle und Selbstreflexion in partizipativen Prozessen
mit Ildikó Pallmann (Minor)
Im Workshop mit Ildikó Pallmann reflektiert ihr eure eigene Rolle im partizipativen Forschungsprozess. Wie prägen die wissenschaftliche Ausbildung, das Arbeitsumfeld und Vorannahmen euer Deuten und Handeln in partizipativen Prozessen? Hinterfragt ihr euren eigenen Standpunkt kritisch und begegnet den Teilnehmenden tatsächlich auf Augenhöhe? Der Workshop lädt euch ein, eine eigene kritische Haltung als Grundlage gelingender Partizipationsprozesse zu entwickeln.

Workshop 2: Zielgruppe und Zugänglichkeit bewusst wählen 
Nicht alle gesellschaftlichen Stimmen finden gleichermaßen ihren Weg in Beteiligungsprozesse. In diesem Workshop schärft ihr euren Blick dafür, welche Zielgruppe(n) ihr erreichen wollt und welche Hürden ihr dafür abbauen müsst. Ihr lernt, mit welchen Kanälen, Formulierungen und Anreizen ihr unterschiedliche Gruppen gezielt ansprechen könnt. Zentral ist dabei die eigene Empathie: Das Gegenüber als Person wahrzunehmen, ihre Lebensrealitäten und Zwänge mitzudenken und Beteiligung so zu gestalten, dass sich die Teilnehmenden wirklich willkommen fühlen. 

Workshop 3: Gruppendynamiken und Moderation 
mit Alice Steinbeck (Akademie für Ehrenamtlichkeit)
Gemeinsam mit Alice Steinbeck erkundet ihr die verschiedenen Kommunikationsstile, Rollen und Dynamiken in partizipativen Prozessen. Dabei richtet ihr den Blick sowohl auf die Herausforderungen als auch auf die Stärken einzelner Kommunikationstypen: Wie gelingt ein wertschätzender Dialog, der die jeweiligen Qualitäten zur Geltung bringt? Und wie können Haltung, Kommunikation und Feingefühl dazu beitragen, produktive Gruppendynamiken zu fördern? Im Mittelpunkt steht der ausgleichende Umgang mit Gruppen sowie die gezielte Förderung unterschiedlicher Kommunikationstypen in der Moderation. 

Workshop 4: Konflikte erkennen, aushalten und bearbeiten
mit Maike Weißpflug (Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE))
Im Workshop mit Maike Weißpflug beschäftigt ihr euch mit der Konfliktmoderation und Deeskalation in partizipativen Prozessen. Im Fokus steht hierbei die konzeptionelle Ebene: Wann und wie entstehen Konflikte in partizipativen Prozessen? Wie lassen sie sich antizipieren und bereits in der Planung vorbeugen? Wann ist es sinnvoll, Differenzen auszuhalten, und wann wird ein gezieltes Eingreifen notwendig, ohne die Offenheit des Prozesses zu gefährden?

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an Praktiker*innen aus den verschiedenen Bereichen partizipativer Forschung, die sich über ihre Erfahrungen in der Gestaltung partizipativer Prozesse austauschen und neue Ansätze kennenlernen möchten. Hierbei ist der Campus Citizen Science zum Thema „Partizipation gestalten” besonders interessant für Forschende, die in direktem Kontakt mit den beteiligten Menschen stehen.  

Jetzt anmelden!

Die Teilnahme am Campus Citizen Science ist kostenlos. Da die Plätze begrenzt sind und wir das Catering anhand der Teilnehmendenzahl planen, bitten wir dich, deine Anmeldung als verbindlich anzusehen. Die Anmeldung zum Campus Citizen Science 2026 ist geöffnet, bis alle Plätze vergeben sind und endet spätestens am 13. September 2026.