Jürgen Kopp
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Ort
- Deutschland
- Rheinland-Pfalz
Einrichtung/Organisation/Netzwerke
- Biologie und ihre Didaktik (Prof. Dr. Martin Remmele) & Biogeographie (Prof. Dr. Henrik Krehenwinkel), Fachbereich VI, Universität Trier, Universitätsring 15, 54296 Trier, Germany (Rheinland-Pfalz)
- Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit & Ministerium für Bildung, Mittlere Bleiche 61, 55116 Mainz, Germany (Rheinland-Pfalz)
Zur Umweltbildung: Was Menschen nicht verstehen, das werden sie nicht schätzen – und was sie nicht schätzen, das werden sie auch nicht schützen!
Darin bin ich Expert*in
Das biete ich an
Mehr Informationen über mich
Ich arbeite …
a) an der Universität Trier als Lehrkraft für besondere Aufgaben im Fach "Biologie und ihre Didaktik“,
b) am Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an Gymnasien Trier als Chemie-Fachleiter,
c) am Gymnasium Konz als Lehrkraft für die Fächer Biologie, Chemie und Naturwissenschaften sowie als Koordinator der Bachpatenschaft „Konzer Bach“.
Meine Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Biochemie, Molekulargenetik, Umweltanalytik, Umweltbildung sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung. In diesem Zusammenhang beschäftige ich mich insbesondere mit curricularer Innovationsforschung und lege dabei den Fokus auf Stoffkreisläufe, Umwelt-DNA (eDNA) sowie die feld- und laborpraktische Umsetzung umweltanalytischer Citizen-Science-Projekte. Bei Letzteren ist es mir ein besonderes Anliegen, dass Citizen Scientists – ganz im Sinne epistemischer Gerechtigkeit – möglichst umfassend, idealerweise von der Probennahme bis zur Ergebnisinterpretation, partizipieren können.
An der Durchführung dieser Projekte war/bin ich beteiligt
Häufige Fragen
Weshalb legt das Fach „Biologie und ihre Didaktik“ der Universität Trier besonderen Wert darauf, dass Citizen Scientists in umweltanalytischen Citizen-Science-Projekten möglichst umfassend an feld- und laborpraktischen Arbeiten partizipieren können?
Bei feld- und laborpraktischen Citizen-Science-Projekten im Bereich der Umweltanalytik ist es in besonderem Maße sinnvoll, die Citizen Scientists – ganz im Sinne epistemischer Gerechtigkeit – möglichst umfassend, idealerweise von der Probennahme bis zur Ergebnisinterpretation, partizipieren zu lassen. Dieser Ansatz ist für das betreuende bzw. leitende Fachpersonal zweifellos herausfordernder; mit Blick auf den Anspruch einer möglichst motivierenden, tiefgehenden und wirksamen Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung erweist er sich jedoch als deutlich effektiver als die vielfach anzutreffende Praxis, bei der Citizen Scientists lediglich Proben sammeln, während die eigentlichen Analysen im Sinne einer „Blackbox“ von externen Laboren durchgeführt und den Citizen Scientists anschließend nur die Analyseergebnisse sowie die Ergebnisinterpretation kommuniziert werden.
Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung ist im Rahmen umweltanalytischer Projekte besonders wirksam, wenn sie ganzheitlich angelegt wird, wobei Citizen Scientists nach Möglichkeit von der Probennahme bis zur Ergebnisinterpretation an allen Schritten partizipieren – ein Ansatz, der im Fach „Biologie und ihre Didaktik“ der Universität Trier als „Whole Approach“ bezeichnet wird. Zum „Whole Approach“ gehört folglich auch, dass Citizen Scientists – angepasst an ihr Vorwissen – ein fachlich fundiertes und zugleich interdisziplinäres Verständnis naturwissenschaftlicher Zusammenhänge innerhalb der Ökosphäre sowie der entsprechenden Umweltkompartimente kontext-, problem- und kompetenzorientiert entwickeln. Dabei sind die Inhalts- und Handlungsdimensionen zur Förderung konzept- und prozessbezogener Kompetenzen eng miteinander zu verzahnen, ganz im Sinne des Johann Heinrich Pestalozzi zugeschriebenen Leitgedankens: „Lernen mit Kopf (Denken), Herz (Fühlen) und Hand (Handeln)“. Hierfür bedarf es seitens des Fachpersonals sowohl fachwissenschaftlicher als auch fachdidaktischer Expertise, um bei den Citizen Scientists ein an ihr Vorwissen angepasstes Verständnis der durchgeführten Umweltanalyse sowie der ökologischen Relevanz ihrer Ergebnisse nachhaltig zu fördern. Denn: Was Menschen nicht verstehen, das werden sie nicht schätzen – und was sie nicht schätzen, das werden sie auch nicht schützen.
Gibt es im Fach „Biologie und ihre Didaktik“ der Universität Trier bereits konkrete Citizen-Science-Projekte im Bereich der Umweltanalytik, in deren Rahmen Citizen Scientists möglichst umfassend an feld- und laborpraktischen Arbeiten partizipieren können?
An der Universität Trier wurde vom Fach „Biologie und ihre Didaktik“ in Kooperation mit dem Fach „Biogeographie“ ein Citizen-Science-tauglicher Low-Cost-, Low-Time- und Low-Risk-Workflow für das eDNA-Metabarcoding von Knochenfischen entwickelt, der es ermöglicht, Citizen Scientists vollumfänglich – sowohl feld- als auch laborpraktisch – in die molekularbiologische Untersuchung der Knochenfischbiodiversität eines Gewässers einzubeziehen: von der Probennahme über DNA-Isolierung, Polymerase-Kettenreaktion, Agarose-Gelelektrophorese, DNA-Quantifizierung und DNA-Sequenzierung bis hin zur bioinformatischen Datenanalyse und der daraus hervorgehenden Artenliste (siehe Projekt: „eDNA for Citizen Science – Molekulare Ökologie im Lehr-Lern-Labor: Bestimmung von Knochenfischarten mittels eDNA-Metabarcoding“).
Der zugehörige Workshop wird bislang ausschließlich im Lehr-Lern-Labor „BioGeoLab“ der Universität Trier angeboten und kann im Rahmen eines kompakten Praktikums von maximal drei Tagen absolviert werden. Jährlich werden mindestens vier solcher Workshops durchgeführt. Hinsichtlich des erforderlichen Vorwissens sind molekulargenetische Grundlagen (z. B. auf Oberstufenniveau) von Vorteil, jedoch nicht zwingend erforderlich. Während des Praktikums arbeiten Citizen Scientists mit einem Skript und werden durch Fachpersonal sowohl mit theoretischen Grundlagen zu den angewandten Fachmethoden als auch mit Hilfestellungen bei der praktischen Arbeit unterstützt. Im Anschluss an den Workshop erhalten die Teilnehmenden eine ausführliche Dokumentation der Analyseergebnisse sowie ein detailliertes Teilnahmezertifikat, das alle behandelten Inhalte und durchlaufenen Arbeitsschritte ausweist. In diesem Rahmen erfolgt zudem – unter Anleitung des Fachpersonals – eine gemeinsame Ergebnisinterpretation, wobei der Fokus auf biodiversitäts- und umweltschutzbezogenen Fragestellungen liegt.
Das Angebot richtet sich an alle interessierten Personen ab 16 Jahren, z. B. Schüler*innen, Angler*innen und Bachpat*innen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an den Leiter des betreffenden Citizen-Science-Projekts, Herrn Jürgen Kopp (koppj@uni-trier.de).
Gibt es Pressemeldungen zu konkreten Citizen-Science-Projekten, bei denen der vom Fach „Biologie und ihre Didaktik“ der Universität Trier entwickelte Low-Cost-, Low-Time- und Low-Risk-Workflow für das eDNA-Metabarcoding von Knochenfischen zum Einsatz kam?
Pressemeldungen 2026
Bericht der Universitätspressestelle (04.05.2026):
„In drei Tagen zum Fischdetektiv“
Bericht des Trierischen Volksfreundes:
„DNA-Analyse mit kuriosem Ergebnis: Wie kommt der Hering in die Ruwer?“ (04.05.2026)
„Umwelt-DNA zeigt unter anderem gefährdete Fischarten in der Ruwer“ (06./07.06.2026)
Bericht von lokalo.de (07.05.2026):
„Knochenfischarten in der Ruwer: Forschungsprojekt von Uni Trier und Gymnasien“
Bericht der Gesellschaft für Ichthyologie e.V. (09.05.2026):
„In drei Tagen zum Fischdetektiv -
Projekt „Molekulare Ökologie – eDNA-Metabarcoding zur Bestimmung von Knochenfischarten“
Bericht des Wochenspiegels – Trier/Model-Ruwertal & Saarburg/Hochwald (15./16.05.2026):
„Schüler auf Spurensuche im Fluss“
https://wi-paper.de/show/4e44a54c60ca/epaper
https://wi-paper.de/show/05af9c797f31/epaper
Bericht der Konzer Rundschau (Ausgabe 20/2026):
„Fischdetektive im Einsatz! –
Umwelt-DNA (eDNA) enthüllt unter anderem gefährdete und invasive Knochenfischarten in der Ruwer“
Bericht bei Instagram (15.05.2026):
„Wie kommt der Hering in die Ruwer?“
Bericht im Fachjournal „Fisch & Fang“ | Juli-Ausgabe 2026 (11.05.2026):
„In drei Tagen zum Fischdetektiv“ (Seite 14)
Bericht auf der Homepage des Gymnasiums Konz (07.05.2026):
„Fischdetektive im Einsatz! –
Umwelt-DNA (eDNA) enthüllt unter anderem gefährdete und invasive Knochenfischarten in der Ruwer“
Bericht auf der Homepage des Max-Planck-Gymnasiums Trier (12.05.2026):
„Fischdetektive im Einsatz! –
Umwelt-DNA (eDNA) enthüllt unter anderem gefährdete und invasive Knochenfischarten in der Ruwer“
Berichte auf der Homepage des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums Trier:
Umwelt-DNA (eDNA) enthüllt unter anderem gefährdete und invasive Knochenfischarten in der Ruwer“
(Mai 2026)
„DNA-Analyse mit kuriosem Ergebnis: Wie kommt der Hering in die Ruwer?“
(Mai 2026)
„Molekularbiologische Fastnacht“
(Februar 2026)
Pressemeldungen 2025
Bericht des Trierischen Volksfreundes (02.12.2025):
Schülerinnen erforschen Fischwelt der Lieser
Bericht der Wittlicher Rundschau (Ausgabe 49/2025):
PWG-Schülerinnen schnuppern Uni-Luft und erforschen die Fischwelt der Lieser
Bericht auf der Homepage des Peter-Wust-Gymnasium Wittlich (Oktober 2025):
PWG-Schülerinnen schnuppern Uni-Luft und erforschen die Fischwelt der Lieser
Gibt es Publikationen zu dem vom Fach „Biologie und ihre Didaktik“ der Universität Trier entwickelten Low-Cost-, Low-Time- und Low-Risk-Workflow für das eDNA-Metabarcoding von Knochenfischen?
Eine fachwissenschaftliche Publikation befindet sich derzeit in Vorbereitung und wird in Kürze in einem renommierten Methodenjournal erscheinen. Eine fachdidaktische Publikation ist ebenfalls in Vorbereitung.