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mit:forschen!

Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

KlimaFalterSchulen – Mach deinen Schulhof zur Schmetterlingsoase!

Kinder entdecken Ihren Schulhof (c):DUH/Carolin Ludwig
Im Projekt KlimaFalterSchulen erforschen Schüler*innen Bodengesundheit, Temperaturen und Artenvielfalt auf Schulgeländen. Auch Kinder, Familien und weitere Interessierte können in Gärten oder Parks eigene Beobachtungen machen und mit Citizen Science Klima- und Artenschutz aktiv unterstützen.

Projektzeitraum ab

April 2026

Projektende

Oktober 2028

Weitere Informationen

Dieses Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)“ durch das Bundesministerium für Um-welt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert. Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH betreut das Förderprogramm als Projektträgerin im Auftrag des BMUKN. Weitere Informationen unter www.z-u-g.org/komona

Kontakt

Lennart Wenning

E-Mail senden

Institution

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung

Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Schulhöfe können Orte der biologischen Vielfalt sein. (c):DUH/Carolin Ludwig

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

Im Projekt „KlimaFalterSchulen“ erforschen Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Schulgelände mit Methoden der Citizen Science. Sie beobachten, bestimmen und zählen Schmetterlinge, erfassen Blütenpflanzen, untersuchen die Bodengesundheit und führen Temperaturmessungen durch. So lernen sie, Zusammenhänge zwischen Biodiversität, Mikroklima, Schulhofgestaltung und Aufenthaltsqualität zu erkennen. Begleitet wird das Projekt von der Deutschen Umwelthilfe und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) durch Schulbesuche, Workshops und Vernetzungsveranstaltungen. Ziel ist es, den Zustand der Schulgelände wissenschaftlich zu erfassen und gemeinsam konkrete Maßnahmen zu entwickeln, mit denen sie klimaangepasster, artenreicher und lebenswerter gestaltet werden können.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Kinder und andere Interessierte außerhalb der Projektschulen sind herzlich dazu eingeladen, selbst Schmetterlingspopulationen und das Vorkommen von Pflanzenarten zu erforschen. Sie können Naturbeobachtungen und Messungen in ihrer eigenen Umgebung durchführen. Im Mittelpunkt stehen die Schulhöfe von 15 Grundschulen im Mitteldeutschen Revier in Sachsen-Anhalt, die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern untersucht werden. Erfasst werden Schmetterlinge, Blütenpflanzen, Bodengesundheit und Temperatur. Dafür kommen leicht anwendbare Methoden zum Einsatz: Schmetterlinge werden mit der App „Vielfaltergarten“ beobachtet, Pflanzen mit der App „Flora Incognita“ bestimmt, die Bodengesundheit mit der Teebeutelmethode untersucht und Temperaturen mit Klimaloggern gemessen. Auch Kinder, Familien und weitere Interessierte können auf Schulgeländen, in Gärten oder Parks eigene Beobachtungen machen. Über die Apps können die Daten direkt der Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden. Informationen zur Beteiligung und Lernmaterialien und Infos zu spannenden Veranstaltungen wie unseren Netzwerktreffen werden im Projektverlauf auf der Projektwebseite bereitgestellt.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die entstehenden Daten der 15 Teilnehmenden Grundschulen werden vom UFZ, iDiv und der DUH ausgewertet und den Schulen zur Verfügung gestellt. Daraus werden Schlussfolgerungen für die Gestaltung der Schulgelände getroffen und diese mithilfe einer Begrünungsmaßnahme partizipativ aufgewertet. Die Entstehenden Daten werden auf der Projektwebseite veröffentlicht und bei jährlich stattfindenden Netzwerktreffen vorgestellt. Dazu sind Interessierte aus der Projektregion herzlich eingeladen. Kinder und andere Interessierte außerhalb der Projektschulen sind herzlich dazu eingeladen, selbst Schmetterlingspopulationen und das Vorkommen von Pflanzenarten zu erforschen. Diese fließen in die über die bestehende Citizen Science Forschung in Wissenschaftliche Auswertungen ein. Die Ergebnisse können auf den Webseiten der Apps eingesehen werden.

Wozu trägt die Forschung bei?

Schmetterlinge reagieren sensibel auf Veränderungen ihrer Umwelt und sind daher wichtige Zeigerarten für den Zustand von Lebensräumen. Wo sie vorkommen, welche Pflanzen sie nutzen und wie sich ihre Bestände entwickeln, liefert wertvolle Hinweise auf die biologische Vielfalt vor Ort. Das Projekt KlimaFalterSchulen trägt dazu bei, solche Beobachtungen im direkten Lebensumfeld von Kindern sichtbar zu machen und in das Biodiversitätsmonitoring einzubringen. Gleichzeitig rückt das Projekt Schulhöfe als wichtige Lern- und Lebensräume in den Mittelpunkt. Viele Schulgelände sind stark versiegelt, heizen sich im Sommer auf und bieten nur wenigen Pflanzen- und Tierarten geeignete Lebensräume. Durch die gemeinsame Forschung zu Schmetterlingen, Blütenpflanzen, Temperatur und Bodenfeuchte wird erfahrbar, wie Biodiversität, Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität zusammenhängen. So verbindet KlimaFalterSchulen wissenschaftliche Datenerhebung mit Bildung für nachhaltige Entwicklung: Kinder lernen, ihre Umgebung genau zu beobachten, ökologische Zusammenhänge zu verstehen und eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen. Auch Kinder, Familien und weitere Interessierte außerhalb der Projektschulen können mit ihren Beobachtungen zur Forschung beitragen. Wer Schmetterlinge oder Pflanzenarten über die Apps „Vielfaltergarten“ und „Flora Incognita“ dokumentiert, unterstützt bestehende Citizen-Science-Projekte und hilft dabei, Veränderungen in unserer Umwelt besser zu verstehen.