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mit:forschen!

Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

Wildtier SOS App

Verletzter Zaunkönig-Nestling. Copyright: Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Bei Wildtierfunden bestehen oft Unsicherheiten zu Hilfsbedarf, Rechtlichem und Gesundheitsrisiken. Die App Wildtier SOS bietet fachliche Hilfe, bestimmt Tiere per KI-Bilderkennung und vermittelt passende Anlaufstellen. Fotos und Registrierungen unterstützen die Datenerhebung. Entwickelt von der TiHo Hannover.

Projektzeitraum ab

März 2026

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Kontakt

Wildtier SOS Team

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Institution

Klinik für Heimtiere, Reptilien und Vögel, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

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Screen SOS-Funktion Igel

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

Die App Wildtier SOS der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover hilft Finder*innen von Wildtieren dabei, zu entscheiden, ob das aufgefundene Tier hilfsbedürftig ist und wenn ja, wo es passende Anlaufstellen in der Nähe gibt und was im Umgang mit dem Wildtier beachtet werden muss. Über die KI-gestützte Tiererkennung per Foto können wir wissenschaftliche Daten erheben, wo welche Tiere vermehrt gefunden werden. Darüber hinaus können sich Anlaufstellen für die App registrieren und so eine deutschlandweite Datenbank der Wildtierversorgung mit aufbauen. Die übergeordnete Frage ist: Wie steht es um die Wildtierversorgung in Deutschland? Wie hoch ist der Bedarf und die flächendeckende Versorgung? Künftig wird die App um weitere Funktionen erweitert: Wildtiersichtungen sollen mit Monitoringprogrammen verknüpft werden können. Zudem sollen projektbezogene Erfassungen zur Habitatgestaltung, etwa für Trittsteinbiotope seltener Arten, eine flächendeckende und detaillierte Kartierung ermöglichen.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Wenn Bürger*innen Wildtiere finden und sich unsicher sind, ob diese hilfsbedürftig sind, kann die App Wildtier SOS mit einer Eingriffsempfehlung unterstützen. So werden unnötige Naturentnahmen präventiv verhindert und im Falle einer Hilfsbedürftigkeit fachlich fundierte Hilfestellungen gegeben. Bürger*innen benötigen ein Smartphone mit Android oder iOs Betriebssystem und müssen sich die kostenlose App "Wildtier SOS" herunterladen. Bei Wildtierfund kann ein Foto des Tieres in unsere Datenbank hochgeladen werden. Dafür ist die Berechtigung der App für den Zugriff auf die Handykamera bzw. die Fotogalerie erforderlich. Mithilfe des Fotos können wir den Fundort und die Tierart zuordnen und damit eine Übersicht über die Verteilung und Häufigkeit von Wildtierfunden sowie den häufigsten gefundenen Tierarten erstellen.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Fotos werden in der App aufgenommen und an unsere Server übermittelt, wo sie gespeichert und weiterverwendet werden. Daher sind nur Fotos von Wildtieren erlaubt, Bilder von Haustieren oder Menschen werden gelöscht. Eine Live-Verfolgung der hochgeladenen Bilder ist leider nicht möglich, die Auswertung und Veröffentlichung von Ergebnissen werden per Open Access über die Tierärztliche Hochschule Hannover erfolgen.

Wozu trägt die Forschung bei?

Die zunehmende Hilfsbedürftigkeit von Wildtieren in Deutschland hat meist menschengemachte Gründe. Immer mehr Tierarten sind durch menschliche Eingriffe in die Natur wie Klimawandel, Umweltverschmutzung, Straßenverkehr, Gebäude mit Glasscheiben, Lebensraumzerschneidung etc. in ihrem Bestand bedroht. In Deutschland gibt es keine bundeseinheitlichen Zuständigkeiten für Wildtiere und deren Versorgung, die Hauptlast und -kosten werden durch Ehrenamtliche getragen. Durch die Erhebung des Bedarfs an Anlaufstellen zur Wildtierversorgung können wir wissenschaftlich untermauern, wie dringend öffentliche und finanzierte Stellen zur Wildtierversorgung gebraucht werden und welche Tierarten besonders hilfsbedürftig sind. Es lassen sich zudem Rückschlüsse auf die Ursachen ziehen, wodurch präventive Maßnahmen diskutiert werden können.