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Erfassung, Bewertung & Monitoring von Biotopbäumen (PlanBIO)

Exkursion zu Biotopbäumen (C) FIB-Archiv 2023
Das FIB erforscht im Projekt „PlanBIO“ Biotopbäume in der Lausitz und macht ihren Wert für die Biodiversität sichtbar. Bürger*innen dokumentieren Bäume und Mikrohabitate, lernen in Workshops und sammeln und teilen Wissen über eine App. Forschung, Bildung und Praxis fördern die nachhaltige Landschaftsentwicklung in der Region.

Projektzeitraum ab

Januar 2026

Projektende

Dezember 2028

Kontakt

Dr. Raul Köhler

E-Mail senden

Institution

Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e. V.

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

PlanBIO untersucht Biotopbäume, die in ihrer Vielzahl an Habitatstrukturen einen attraktiven Lebensraum für zahlreiche Pflanzen-, Tier- und Pilzarten bieten. Sie sind ein Schlüssel für die Biodiversität, da in der Lausitzer Bergbaufolgelandschaft, bedingt durch den Braunkohlenbergbau, alte Wälder mit entsprechenden Strukturen großflächig fehlen. Bürger*innen erfassen, bewerten und erforschen diese Bäume gemeinsam mit Expertinnen und Experten, um ökologische Defizite in der Region sichtbar zu machen, Schutzmaßnahmen abzuleiten und Wissen sowie Handlungskompetenz für den nachhaltigen Einzelbaumschutz zu stärken. Wir fokussieren uns auf die Artengruppen Vögel und Fledermäuse als Indikatorarten der Biodiversität.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Wir untersuchen den Lebensraum von Vögeln und Fledermäusen und deren Vorkommen. Mitmachen ist erwünscht: Entweder mit einer App (aktuell in Entwicklung) zur Erfassung von Lebensräumen an Bäumen oder bei Exkursionen in der Natur. Du kannst selbstständig in wenigen Minuten Messdaten zu den verschiedenen Mikrohabitaten am Einzelbaum sowie wichtige Informationen zum Baum selbst, wie Art, Dimension, Vitalität und Lage sammeln und so in Südbrandenburg gemeinsam mit uns forschen. Wir führen regelmäßig Exkursionen und Workshops durch, bei denen die Methodik und Ergebnisse präsentiert werden. Anmeldung über Internetseite "fib-ev.de", Mindestalter: 12 Jahre.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Messdaten zu den Biotopbäumen werden ausgewertet und auf der Internetseite präsentiert und fortlaufend aktualisiert. Alle Mitforschenden können ihre Ergebnisse einsehen. Bei öffentlichen Veranstaltungen informieren wir über den Fortschritt und Neuigkeiten des Projektes. Sie werden auf der Projektwebseite und in lokalen Medien der Flächenakteure angekündigt. Im Austausch mit den Flächeneigentümer*innen wird das neu geschaffene Wissen bei der aktuellen Baumpflege angewendet.

Wozu trägt die Forschung bei?

PlanBio ist ein naturwissenschaftliches Bürgerwissenschafts-Vorhaben mit außerschulischer Umwelt- und Naturschutzbildung. Das Projekt erweitert biologische Kenntnisse und beschäftigt sich mit der Vielfalt von Tierarten und Lebensräumen, die an Bäumen zu finden sind. Sowohl in städtischen Parks, auf Streuobstwiesen als auch in Stadtwäldern wird das Wissen zu vorkommenden Vögeln und Fledermäusen erweitert. Zusammenhänge zu den Baumarten werden analysiert und vorgestellt. Die aktive Teilhabe am Forschungsprozess soll dafür sensibilisieren und zu eigenem Handeln motivieren. Denn Biotopbäume sind ein spannender Umweltindikator für die nachbergbauliche Landschaftsentwicklung.