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Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

IQ Wasser – Artenvielfalt gemeinsam erforschen

Copyright: Dr. Johannes Ho, TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser
Sie verbringen gern Zeit in der Natur und interessieren sich für Artenvielfalt? Dann machen Sie mit beim Citizen Science-Projekt „IQ Wasser – Artenvielfalt gemeinsam erforschen“! Helfen Sie dabei, Tier-, Pflanzen- und Pilzarten rund um die Wahnbachtalsperre zu dokumentieren und so wichtige Daten für Forschung und Naturschutz zu sammeln.

Projektzeitraum ab

Dezember 2024

Projektende

November 2027

Kontakt

Julia Flister

E-Mail senden

Institution

Museum für Naturkunde Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung

TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser

Wahnbachtalsperrenverband

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

Im Citizen Science-Projekt wird die Artenvielfalt (Biodiversität) in und rund um die Wahnbachtalsperre bei Siegburg untersucht. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern sammeln Forschende Beobachtungen zu wildlebenden Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, um ein möglichst umfassendes Bild der Biodiversität in diesem besonderen Lebensraum zu erhalten. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welche Arten leben an und in der Talsperre? Welche Arten sind selten oder besonders schützenswert? Wo breiten sich gebietsfremde oder invasive Arten aus? Und wann und wo treten beispielsweise Algenblüten auf? Das Citizen Science-Projekt ist Teil des Gesamtforschungsprojekts IQ Wasser. Die Beobachtungen der Teilnehmenden ergänzen weitere wissenschaftliche Untersuchungen, bei denen unter anderem Wasserproben, Umwelt-DNA und mikrobiologische Daten analysiert werden. Zusammen helfen diese Daten, ökologische Veränderungen im Ökosystem Talsperre besser zu verstehen.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Alle Naturinteressierten können sich einfach und ohne Vorkenntnisse beteiligen, allerdings sind die besonderen Regelungen im Schutzgebiet einer Trinkwassertalsperre zu beachten. Die Teilnahme erfolgt über die kostenlose App iNaturalist. Damit lassen sich Beobachtungen von wildlebenden Pflanzen, Tieren und Pilzen direkt im Gelände fotografieren und dokumentieren. Teilnehmende besuchen das Untersuchungsgebiet rund um die Wahnbachtalsperre und halten ihre Beobachtungen mit der App fest. Eine integrierte Bestimmungshilfe unterstützt dabei, Arten zu erkennen und einzuordnen. Wichtig ist, dass jede Beobachtung mit Foto, Datum und Standort erfasst wird. Die gemeldeten Beobachtungen werden im Untersuchungsgebiet automatisch dem Projekt auf iNaturalist zugeordnet. So entsteht Schritt für Schritt eine gemeinsame Datensammlung zur Biodiversität rund um die Wahnbachtalsperre. Sammelprojekt iNaturalist: https://www.inaturalist.org/projects/iq-wasser-artenvielfalt-an-der-wahnbachtalsperre

Was passiert mit den Ergebnissen?

Alle Beobachtungen, die über die App iNaturalist im Untersuchungsgebiet hochgeladen werden, werden automatisch gesammelt. Im Sammelprojekt auf iNaturalist können Teilnehmende ihre eigenen Beobachtungen sowie die Funde anderer Mitforschenden einsehen und verfolgen, wie sich die Datensammlung entwickelt. Die Beiträge des Citizen Science-Projektes fließen in die wissenschaftliche Auswertung des Gesamtprojekts IQ Wasser ein. Dort werden sie mit weiteren Forschungsdaten zusammengeführt, die beispielsweise durch Wasseranalysen, biologische Beprobungen oder molekulare Untersuchungen von Umwelt-DNA gewonnen werden. Durch die Kombination dieser verschiedenen Datenquellen können Forschende Zusammenhänge zwischen Artenvielfalt, Umweltbedingungen und Wasserqualität besser verstehen. Die Ergebnisse helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und langfristige Entwicklungen in Talsperren zu untersuchen.

Wozu trägt die Forschung bei?

Die Beobachtungen der Teilnehmenden liefern wertvolle Informationen über die Biodiversität in und rund um die Wahnbachtalsperre. Diese Daten helfen Forschenden zu verstehen, wie sich das Ökosystem unter dem Einfluss von Klimawandel, neuen Arten und veränderten Umweltbedingungen entwickeln. Besonders wichtig ist die frühzeitige Erkennung von Veränderungen – etwa das Auftreten gebietsfremder Arten. Solche Entwicklungen können Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht, die Wasserqualität und langfristig auch auf die Trinkwasserversorgung haben. Im Projekt IQ Wasser werden biologische Beobachtungen mit physikalischen, chemischen und mikrobiologischen Messungen kombiniert. So können Zusammenhänge zwischen Umweltbedingungen und Artenvielfalt besser untersucht werden.