"Italien in Berlin" – Italienische Spuren im Prenzlauer Berg: Erforsche mit uns das Little Italy Berlins!
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Weitere Informationen auf den Seiten des "Stabi Labs":
allgemein zu Citizen Science in der Staatsbibliothek:
und zum Projekt:
In Kooperation mit dem Museum Pankow und dem Berliner Geschichtsverein Nord-Ost e.V.
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Dr. Ulrike Reuter
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Staatsbibliothek zu Berlin
Museum Pankow
Berliner Geschichtsverein Nord-Ost e.V.
Häufige Fragen
Worum geht es in diesem Projekt?
Das Citizen-Science-Projekt „Italien in Berlin“ untersucht die historischen Spuren italienischer Migration in Berlin. Es fragt nach, wie die italienischen Einwander*innen seit dem 16. Jahrhundert das Leben der Stadt geprägt haben. Heute zählt die italienische Bevölkerung zu den größten internationalen Communities der Stadt. Es gab bereits zwei Ausstellungen dazu, auf deren Forschungen unser Projekt aufbaut. Mit neuen Methoden sollen sie für ein breites Publikum sichtbar gemacht werden. Die erste Projektphase konzentriert sich auf das „Little Italy“ im Prenzlauer Berg, das zwischen Pappelallee, Schönhauser Allee und Buchholzer Straße liegt. Ab den 1870er Jahren ließen sich hier Bauhandwerker, Straßenmusiker und Schausteller nieder, die mit ihren wirtschaftlichen und kulturellen Innovationen die Nachbarschaft prägten. Dies soll der Ausgangspunkt für die zweite Projektphase sein, um die Forschung auf weitere Berliner Orte auszuweiten und größere Zusammenhänge der Migrationsgeschichte zu untersuchen.
Wie können Bürger*innen mitforschen?
Ob analog oder digital, mit Laptop oder Notizbuch, – jede*r Teilnehmer*in ist willkommen! Das Projekt folgt dem Citizen-Science-Ansatz und bietet vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten. Wir arbeiten an der Erschließung, Dokumentation und Vermittlung historischer Quellen. Teilnehmende können lernen, welche Instrumente in Bibliotheken und Archiven für die Recherchen zur Verfügung stehen. In Podcasts und Blogbeiträgen entstehen Zeitzeugen- und Experteninterviews. Wir entwickeln eine interaktive Karte und berichten auf social media Plattformen. Mithilfe von OCR-Verfahren werden Recherchen in historischen Berliner Adressbüchern ausgewertet, um die Ergebnisse systematisch nach italienischen Familiennamen, Berufen und Gewerbe zu filtern. Die Teilnehmenden werden in die Methoden eingeführt und arbeiten in kleinen Teams. Keine Vorkenntnisse erforderlich! Wir freuen uns auf Deine Mitarbeit und Deine Ideen!
Was passiert mit den Ergebnissen?
Die im Projekt erarbeiteten Erkenntnisse werden dauerhaft dokumentiert und öffentlich zugänglich gemacht. Im Mittelpunkt steht eine interaktive Karte Berlins, auf der historische Orte italienischen Lebens mit Quellen, Bildern und erläuternden Informationen verknüpft werden. Dadurch entsteht ein stetig wachsendes digitales Informationsangebot zur italienischen Stadtgeschichte Berlins. Ansicht über: https://lab.sbb.berlin/italien-in-berlin/ Auf Grundlage der Forschungsergebnisse werden analoge und digitale Stadtrundgänge entwickelt, die unterschiedliche Themen – etwa Handwerk, Musik, Gastronomie oder Migration – für verschiedene Zielgruppen erfahrbar machen. Perspektivisch können diese Inhalte auch in bestehende digitale Vermittlungsplattformen integriert werden. Ausgewählte Ergebnisse fließen in eine digitale Ausstellung ein, die über die Staatsbibliothek zugänglich sein wird. So entsteht ein Forschungsdatennetz, das dauerhaft für die Vermittlung genutzt, ergänzt und weiterentwickelt werden kann.
Wozu trägt die Forschung bei?
Das Projekt leistet einen Beitrag zur Berliner Stadt- und Migrationsgeschichte, indem es bereits gut erforschte Aspekte italienischer Präsenz noch weiter sichtbar und interaktiv erlebbar macht. Außerdem sollen weitere Themen recherchiert und aufgearbeitet werden. Es soll leicht zugänglich dokumentiert werden, wie Migration die Entwicklung Berlins über Jahrhunderte mitgeprägt hat und welche kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Impulse von italienischen Einwanderinnen und Einwanderern ausgingen. Darüber hinaus trägt das Projekt zur Bewahrung des kulturellen Erbes bei, stärkt das Bewusstsein für die historische Vielfalt Berlins und schafft neue Zugänge zur Stadtgeschichte. Durch die aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern verbindet es wissenschaftliche Forschung mit gesellschaftlichem Engagement und ermöglicht neue Perspektiven auf die Entstehung und Entwicklung des urbanen Raums.
Was sind die (Zwischen-)Ergebnisse des Projekts?
Das 1. Teilprojekt zum "Little Italy" des Prenzlauer Bergs beruht u.a. auf der Ausstellung "Musica di strada. Italiener:innen in Prenzlauer Berg", die vom 9.6.2023–21.6.2026 im Museum Pankow gezeigt wurde: https://www.berlin.museum/ausstellung/musica-di-strada-italienerinnen-in-prenzlauer-berg