Leipziger Pflastergeschichte/n
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Stephanie Weismann
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Leibniz-Institut für die Geschichte und Kultur des östlichen Europa/GWZO
Leibniz Lab "Gesellschaftliche Umbrüche und Transformationen"
Häufige Fragen
Worum geht es in diesem Projekt?
Das Projekt erforscht die Geschichte und die Geschichten, die uns zu Füßen liegen: von alten Gehwegplatten aus den Lausitzer Granitsteinbrüchen zum Waschbeton vor dem Plattenbau, von Kriegsspuren in den Bordsteinen zu Schlackensteinen auf der Straße, von der Schluppe durch den Park zum heißen Sommer-Asphalt. Jedes Material und jede Spur erzählen große (Welt)Geschichte und kleine (Alltags)Geschichten. Von der Industrie-, Infrastruktur-, Umwelt- und Politikgeschichte bis zur persönlichen (emotionalen) Erfahrungsgeschichte.
Wie können Bürger*innen mitforschen?
1. Über ein Online-Formular kannst du Fotos, Texte oder Sprachmemos mit deinen persönlichen Leipziger Pflaster-Begegnungen und Pflaster-Erinnerungen hochladen. 2. Oder schicke uns deine Pflastergeschichte per E-Mail an pflastergeschichten@leibniz-gwzo.de. 3. Walk-Shops: ab Herbst 2026 veranstalten wir thematische Spaziergänge zu Leipziger Pflastergeschichte/n. Dabei kannst du mit Blick auf den Boden Neues über die Geschichte der Stadt erfahren. Die Termine werden auf der Projektseite nachzulesen sein.
Was passiert mit den Ergebnissen?
Aus den gesammelten Geschichten erstellen wir ein digitales Archiv zur Leipziger Pflastergeschichte als Teil von Leipzigs Stadtgeschichte. Eine Auswahl der zusammengetragenen Geschichten wird als Teil der Wanderausstellung des Leibniz-Labs »Gesellschaftliche Umbrüche und Transformationen« vom 14. Juni – 25. Juli 2027 in Leipzig zu sehen sein – in der Wandelhalle des Neuen Rathaus. Mit der Einreichung stimmst du der Nutzung deines Beitrags für das Forschungsprojekt zu. Kontaktdaten werden nicht veröffentlicht.
Wozu trägt die Forschung bei?
Straßen und Gehwege sind mehr als nur Asphalt oder Stein - sie sind Zeugen und Archiv unseres Lebens in der Stadt. Dieses Projekt geht davon aus, dass wir alle Expert*innen für unsere unmittelbare Stadtumgebung sind. Dieses "Wissen der Vielen" ist wertvoll, da gerade erfahrungsbasiertes Alltagswissen einen wesentlichen Beitrag zur Stadtwahrnehmung und zur Stadtgeschichte als Erfahrungs- und Emotionsgeschichte leistet. Gesellschaftliche sowie urbane Umbrüche und Transformationen sind auch anhand von unterschiedlichen individuellen wie beruflichen Gangarten, sensorischen Geherfahrungen und beruflichem wie persönlichem Pflaster-Wissen lesbar.