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Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

Leipziger Pflastergeschichte/n

Geschichte, die uns zu Füßen liegt: das Leipziger Pflaster erzählt uns Stadtgeschichte ganz fußläufig (Foto: Stephanie Weismann)
Leipzigs Pflaster erzählt Geschichte – und wir sammeln eure persönlichen Geschichten dazu! Ob Kopfsteinpflaster, Granitplatten oder Waschbetonfliesen: jede Straße, jeder Gehweg hat einen eigenen Charakter. Erzählt uns eure Pflaster-Momente und -erfahrungen und tragt damit zu Leipzigs Stadtgeschichte bei!

Ort

Projektzeitraum ab

Juni 2026

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Kontakt

Stephanie Weismann

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Institution

Leibniz-Institut für die Geschichte und Kultur des östlichen Europa/GWZO

Leibniz Lab "Gesellschaftliche Umbrüche und Transformationen"

Auf Leipzigs Gehwegen sind noch zahlreiche Spuren zu finden, die von den Bombardierungen im 2.Weltkrieg erzählen (Foto: Stephanie Weismann)
Da hat jemand nicht gewartet, bis der Beton ausgehärtet war: Fußspuren im Gußbeton vor einem Plattenbau (Foto: Stephanie Weismann)
Die ganze ehemalige sächsische Steinindustrie liegt auf Leipzigs Gehwegen: Lausitzer Granitplatten und Dornreichenbacher Porphyr-Mosaikpflaster (Foto: Stephanie Weismann)
Industriegeschichte auf Schritt und Tritt: hier Schlackensteine als praktisches Upcycling der Kupferproduktionsabfälle des 19.Jahrhunderts aus Mansfeld (Foto: Stephanie Weismann)
Auch in den Pflasterfugen steckt einiges an (Alltags-)Geschichte/n. Was lest ihr aus den Fugen? (Foto: Stephanie Weismann)
Pflastervielfalt aus unterschiedlichsten Materialien in Leipzigs ehemaligem Industrieviertel Plagwitz. (Foto: Stephanie Weismann)
Schon immer war man auf der Suche nach neuen, günstigen, ebenen Pflasterlösungen: hier zeitgenössische Betonstein-Variationen auf einem Leipziger Gehweg (Foto: Stephanie Weismann)
Auch die Jahreszeiten hinterlassen ihre unterschiedlichen Spuren auf Leipzigs Gehwegen (Foto: Stephanie Weismann)

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

Das Projekt erforscht die Geschichte und die Geschichten, die uns zu Füßen liegen: von alten Gehwegplatten aus den Lausitzer Granitsteinbrüchen zum Waschbeton vor dem Plattenbau, von Kriegsspuren in den Bordsteinen zu Schlackensteinen auf der Straße, von der Schluppe durch den Park zum heißen Sommer-Asphalt. Jedes Material und jede Spur erzählen große (Welt)Geschichte und kleine (Alltags)Geschichten. Von der Industrie-, Infrastruktur-, Umwelt- und Politikgeschichte bis zur persönlichen (emotionalen) Erfahrungsgeschichte.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

1. Über ein Online-Formular kannst du Fotos, Texte oder Sprachmemos mit deinen persönlichen Leipziger Pflaster-Begegnungen und Pflaster-Erinnerungen hochladen. 2. Oder schicke uns deine Pflastergeschichte per E-Mail an pflastergeschichten@leibniz-gwzo.de. 3. Walk-Shops: ab Herbst 2026 veranstalten wir thematische Spaziergänge zu Leipziger Pflastergeschichte/n. Dabei kannst du mit Blick auf den Boden Neues über die Geschichte der Stadt erfahren. Die Termine werden auf der Projektseite nachzulesen sein.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Aus den gesammelten Geschichten erstellen wir ein digitales Archiv zur Leipziger Pflastergeschichte als Teil von Leipzigs Stadtgeschichte. Eine Auswahl der zusammengetragenen Geschichten wird als Teil der Wanderausstellung des Leibniz-Labs »Gesellschaftliche Umbrüche und Transformationen« vom 14. Juni – 25. Juli 2027 in Leipzig zu sehen sein – in der Wandelhalle des Neuen Rathaus. Mit der Einreichung stimmst du der Nutzung deines Beitrags für das Forschungsprojekt zu. Kontaktdaten werden nicht veröffentlicht.

Wozu trägt die Forschung bei?

Straßen und Gehwege sind mehr als nur Asphalt oder Stein - sie sind Zeugen und Archiv unseres Lebens in der Stadt. Dieses Projekt geht davon aus, dass wir alle Expert*innen für unsere unmittelbare Stadtumgebung sind. Dieses "Wissen der Vielen" ist wertvoll, da gerade erfahrungsbasiertes Alltagswissen einen wesentlichen Beitrag zur Stadtwahrnehmung und zur Stadtgeschichte als Erfahrungs- und Emotionsgeschichte leistet. Gesellschaftliche sowie urbane Umbrüche und Transformationen sind auch anhand von unterschiedlichen individuellen wie beruflichen Gangarten, sensorischen Geherfahrungen und beruflichem wie persönlichem Pflaster-Wissen lesbar.