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Stadtgeschichte online. Die Protokolle der Seelzer Gemeinden 1854-1974

Seelzer Gemeinderatsprotokolle in Kurrentschrift auf dem Leuchttische und durch die Lupe betrachtet
In diesem Projekt transkribieren interessierte Bürger*innen die Sitzungsprotokolle der Seelzer Ortsverwaltungen als zentrale Quellen kommunaler Geschichte. Die Protokolle eröffnen einen tiefen Einblick in die Entwicklung ländlicher Gemeinden ab dem 19. Jahrhundert.

Projektzeitraum ab

Januar 2026

Projektende

Dezember 2027

Kontakt

Martina Krickel

E-Mail senden

Institution

Stadtarchiv Seelze

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

In diesem Projekt bereiten Ehrenamtliche die Sitzungsprotokolle der Gemeindeausschüsse und Gemeinderäte von 1854 bis 1974 für eine Online-Präsenz auf. Die heute unter Seelze zusammengeschlossenen Gemeinden stehen beispielhaft für kommunale Entwicklungen, geprägt durch Eisenbahn, chemische Industrie sowie nationale und internationale Migration. In den Protokollen wurden Entscheidungen festgehalten, die die Kommune bis heute prägen, etwa zu Bauprojekten, Straßenbenennungen, dem Ausbau der Infrastruktur durch Abwasser, Gas und Elektrizität sowie zur Bewältigung der Flüchtlingsströme nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele Protokolle sind in alter deutscher Schreibschrift verfasst und werden daher von Ehrenamtlichen transkribiert. Scans und Transkripte werden anschließend über das Archivportal Arcinsys online zugänglich gemacht.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Beteiligen können sich alle Interessierten, unabhängig von Alter und Vorkenntnissen. Die Abschriften können bequem zu Hause entstehen, da die Protokolle als Scans zur Verfügung gestellt werden. Zeitaufwand und Zeiteinteilung können nach nach eigenem Ermessen gestaltet werden. Auch Bürger*innen, die ihre Mitwirkung nur auf einen kleinen Umfang einschränken möchten, sind herzlich eingeladen. Interessierte können sich direkt an das Stadtarchiv Seelze wenden. Das Stadtarchiv wird alle Ehrenamtliche für das Projekt intensiv begleiten, entweder nach Bedarf in Workshops oder in Einzelbetreuung. Die Transkriptionsrichtlinien zur Erstellung der Abschriften werden vom Archiv bereitgestellt und im Laufe des Projektes stetig nach Bedarf ergänzt. Lediglich ein Computer mit einem Textverarbeitungsprogramm sollte vorhanden sein. Nach Absprache kann auch ein Arbeitsplatz im Archiv zur Verfügung gestellt werden.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die durch das Projekt entstehenden Transkripte werden anschließend vom Stadtarchiv Seelze zusammengetragen und als PDF-Datei aufbereitet. Die Transkripte werden zusammen mit den eingescannten Protokollbüchern online im Archivportal Arcinsys einsehbar gemacht, wie beispielsweise hier: https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v11281116. Dadurch können die Volltexte der Protokolle nach Stichworten durchsucht werden.

Wozu trägt die Forschung bei?

Die Aufarbeitung der Protokolle geht weit über eine reine Digitalisierung hinaus. Die online verfügbare Tiefenerschließung bietet eine ideale Quellengrundlage sowohl für die landesgeschichtliche Forschung als auch für die Städte- und Migrationsforschung. Durch die barrierereduzierte Verfügbarkeit der Quellen wird Ortsgeschichte auch einfacher und schneller für die Bevölkerung zugänglich. Dies stärkt lokale Erinnerungskultur und Geschichtsbewusstsein, welche zum Fundament der Demokratie gehören. Darüber hinaus werden online verfügbare authentische Primärquellen mit zunehmender Nutzung von KI-Programmen wie "ChatGPT" oder "Perplexity.ai" immer wichtiger, um Informationen zeitnah recherchieren und validieren zu können.

Was sind die (Zwischen-)Ergebnisse des Projekts?

Die Online-Stellung der Transkripte erfolgt sukzessive. Sobald ein Protokollbuch fertig abgeschrieben wurde, werden das jeweilige Transkript und die dazugehörigen Scans über das Archivsystem Arcinsys online zugänglich gemacht.