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#everynamecounts – Eine Initiative der Arolsen Archives

KATO USO, AROLSEN ARCHIVES 2021.
Mit #everynamecounts soll den Verfolgten des Nationalsozialismus mit eurer Unterstützung ein digitales Denkmal gesetzt werden. Damit auch zukünftige Generationen sich an die Namen und Identitäten der Opfer erinnern. Der Blick zurück zeigt, wohin Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus führen.

Projektzeitraum ab

Januar 2020

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#everynamecounts – Eine Initiative der Arolsen Archives

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Arolsen Archives

#everynamecounts

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Kato Uso. Arolsen Archives 2021
Häftlingskarte. Arolsen Archives 2021
Indizierungs-Workshop. Arolsen Archives 2021
Indizierungs-WorkshopArolsen Archives 2021
Plakatkampagne. Arolsen Archives 2021
Medieninstallation. Arolsen Archives 2022
Medieninstallation. Arolsen Archives 2022

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

Die Dokumente in unserem Archiv, die die Schicksale von 17,5 Millionen Menschen belegen, sind bereits gescannt. Um sie aber für alle zugänglich und auffindbar zu machen, werden die Informationen in einer Datenbank erfasst - mit Hilfe von vielen Menschen auf der ganzen Welt. Es ist ein langer Weg mit vielen verschiedenen Arbeitsschritten, ehe wir die Millionen von Dokumenten in unserem Archiv online verfügbar machen können. Die Unterstützung unserer Freiwilligen ist umso wichtiger, da sie einen zentralen Baustein der digitalen Erfassung ausmacht. Ein großes Team steckt hinter #everynamecounts. Unsere Archivar*innen und Datenspezialist*innen arbeiten gemeinsam daran, die digitalen Dokumente im Vorfeld auszuwählen, aufzubereiten und Erklärungen zu den Dokumentenarten vorzubereiten. »Die Freiwilligen arbeiten sehr gewissenhaft. Viele ziehen weitere Quellen hinzu, wenn sie sich zum Beispiel bei der Schreibweise eines Namens oder eines Orts nicht sicher sind.« Giora Zwilling, Stellvertretender Archivleiter bei den Arolsen Archives … und das passiert nach der Bearbeitung durch die Community Nach eurer Unterstützung auf Zooniverse geht es weiter: die von den Freiwilligen eingegebenen Daten gilt es zu prüfen und bereitzustellen. Teilweise arbeiten wir bei der Validierung der Daten mit einer KI. In Zweifelsfällen sind es aber unsere Mitarbeiter*innen, die für die Qualitätssicherung  in einer eigens dafür entwickelten App die Eingaben noch einmal prüfen. 

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Wir arbeiten an dem weltweit umfassendsten Online-Archiv über die von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Menschen. Dazu müssen Namen und Daten von bereits gescannten historischen Dokumenten digital erfasst werden. Auf der Plattform Zooniverse können alle Interessierten ganz einfach mithelfen und ohne Registrierung direkt starten. Sie brauchen kein besonderes Vorwissen und können zwischen mehr und weniger Anspruchsvollen Aufgaben wählen. Bei den zu bearbeitenden Dokumenten handelt es sich oftmals um Täterdokumente. Diese geben Einblick in die Bürokratie des nationalssozialistischen Terrors. Darunter sind bspw. Häftlingspersonalbögen aus Konzentrationslagern, Effektenkarten zu den persönlichen Gegenständen von Verhafteten und Internierten oder auch sogenannte "Veränderungsmeldungen", zu Verlegung, Transport oder auch Tod der Internierten. Für den ersten Kontakt mit dem Projekt und für Interessierte steht auch eine 10-15 minütige digitale Einführung zur Verfügung. Hier wird Ihnen und Euch ausgehend von einem Archivdokument und einem Einzelschicksal, grundlegende Kenntnisse zur Geschichte der NS-Verfolgung vermittelt.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Das einzigartige digitale Denkmal soll möglichst schnell weiter wachsen. Darum arbeiten wir daran, die historische Sammlung von Dokumenten über die Häftlinge der Konzentrationslager, über die Zwangsarbeiter*innen des Hitler-Regimes und über die Überlebenden online verfügbar zu machen. Unser Ziel: 2025 sollen alle Namen online stehen.  Dann können alle Interessierten weltweit auf die bedeutende Dokumentensammlung zugreifen, die zum UNESCO Weltdokumentenerbe gehört. Das ist für Forschung und Bildung von unschätzbarem Wert – und für die Familien der Opfer.

Wozu trägt die Forschung bei?

Nur zugängliche Archive sind relevante Archive. Darum arbeiten wir daran, die historische Sammlung von Dokumenten über Häftlinge der Konzentrationslager, über Zwangsarbeiter*innen des Hitler-Regimes und über sogenannte Displaced Persons online verfügbar zu machen. Unser Ziel: Die vollständige Indizierung aller wichtigen Daten bis 2025.

Was sind die (Zwischen-)Ergebnisse des Projekts?

Im Januar 2020 starteten wir #everynamecounts als Pilotprojekt mit rund 1000 Schüler*innen. Für einen Tag wurden die Dokumente lebendig und alle waren begeistert und stolz an diesem großen Projekt teilzuhaben. Wie haben die Jugendlichen das Projekt erlebt? In diesem Video kommen Schüler*innen zu Wort: https://player.vimeo.com/video/496408183?h=bd8640abed&dnt=1&app_id=122963 Die Erfolge von #everynamecounts bisher (Stand 30.6.2022) 25.251 registrierte Freiwillige 6 Millionen Bearbeitungen von Dokumenten* 249.064 Nachrichten auf unserem Crowdsourcing Portal * Jedes Dokument muss drei Mal bearbeitet werden. Einige Dokumente sind Teil mehrerer Dokumentenpakete.