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mit:forschen!

Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

Museum Utopie und Alltag digital

Maskottchen Feriendienst, Sammmlung Museum Utopie und Alltag, Foto: Armin Herrmann
Die Dinge stecken voller Geschichten. Auf dieser Plattform werden persönliche Erzählungen, Kommentare und Fotografien zu den Sammlungsobjekten des Museums gesammelt. So schaffen wir gemeinsam einen Ort für kollektive Erinnerung, für lebendige Wissenschaft, für Austausch und Dialog.
Projektzeitraum ab
November 2021
Weitere Informationen

Die digitale Plattform ist eine Initiative des Museum Utopie und Alltag, welches das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt und das Kunstarchiv Beeskow vereint. Die Besucher*innen finden hier eine Auswahl von Objekten aus der Sammlung der Alltagskultur der DDR.

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Antje Wilke

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Institution

Museum Utopie und Alltag

Förderung im Rahmen des Projekts "dive in. Programm für digitale Interaktionen"

Holzfigur "Matroschka", Sammlung Museum Utopie und Alltag, Foto: Armin Herrmann
Eier-Dose, Sammlung Museum Utopie und Alltag, Foto: Armin Herrmann
Fotokamera "beirette SL 100 N", in 3 Ausführungen, Sammlung Museum Utopie und Alltag, Foto: Armin Herrmann
Badeschuhe, Sammlung Museum Utopie und Alltag, Foto: Armin Herrmann
Worum geht es in diesem Projekt?

Die digitale Plattform ist eine Initiative des Museums Utopie und Alltag, welches das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt und das Kunstarchiv Beeskow vereint. Die Besucher*innen finden hier eine Auswahl von Objekten aus der Sammlung der Alltagskultur der DDR. Neben Einblicken in das Depot und der Zugänglichkeit zu dem mit den Objekten verknüpften Wissen, bietet die Plattform einen virtuellen Raum, um Erinnerungen und Geschichten zu sammeln: Zeitgenoss*innen und Nachkommen, Forschende, Studierende, Kunstschaffende und Geschichtsinteressierte sind eingeladen, sich mit eigenen Beiträgen zu den Beständen aus der Sammlung einzubringen. Anhand dieser Erinnerungs-Impulse möchte die Plattform nicht nur die gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart aktivieren. Über die Resonanz der Teilnehmer*innen öffnen sich auch neue Perspektiven auf das kulturelle Erbe der DDR.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Auf der Plattform Museum Utopie und Alltag digital werden Objekte aus der Sammlung zur Alltagskultur in der DDR als Themenwelten digitalisiert, welche fortlaufend ergänzt und erweitert werden. Egal ob jung oder alt, egal welcher Herkunft, die Plattform lädt dazu ein, Erlebnisse und Geschichten, Assoziationen und Querverbindungen, welche Bürger*innen mit Gegenständen, wie sie in Eisenhüttenstadt aufbewahrt werden, erlebt haben, mit einer breiten Öffentlichkeit zu teilen. Alle können hier nach einer kurzen Anmeldung, zu den Objekten und Themenwelten, Anekdoten (Geschichten, Erinnerungen), aber auch Fotos hinterlassen. Nach Prüfung und Freigabe werden die Beiträge auf der Plattform sichtbar und für alle Nutzer*innen zugänglich gemacht. So wird auch eine Interaktion zwischen den Beitragenden ermöglicht. Möchten Sie mitmachen? Informationen zur Anmeldung und Plattform finden Sie unter: www.utopieundalltag-digital.de

Was passiert mit den Ergebnissen?

Gemeinsam mit den Nutzer*innen der Plattform sollen die Objekte der Museumssammlung erschlossen werden, d.h. das Museum wie die Teilnehmenden erstellen und erweitern gleichermaßen die Datensätze zu den Objekten. Wie die Objekte selbst, werden auch die Geschichten dazu als Sammlungsgut verstanden und somit nachhaltig und langfristig gespeichert. Und wie die Objekte werden die gewonnenen Erfahrungsberichte wiederum der Öffentlichkeit mittels der digitalen Plattform, sowie in Ausstellungen und als Grundlage für Forschung und Wissenschaft, aber auch für den Erfahrungsaustausch mit anderen Teilnehmer*innen zur Verfügung stehen. Ziel ist es, die Erzählungen und Erinnerungen an den Alltag in der DDR zu pluralisieren und den Blick für gemeinsame Erfahrungen in Vergangenheit und Gegenwart zu öffnen.

Wozu trägt die Forschung bei?

Die Sammlung in Eisenhüttenstadt geht zurück auf die Idee des demokratischen Museums, d.h., dass allen die Möglichkeit gegeben wird, an der Definition und Speicherung gesellschaftlichen, kulturellen und kollektiven Wissens teilzuhaben und mitzugestalten. Die Beitragenden auf Museum Utopie und Alltag digital sind somit nicht mehr nur Konsumierende, sondern Vermittler*innen von Geschichte und Erinnerung. An Stelle eines linearen, eindeutigen Geschichtsverständnisses, tritt hier ein vielstimmiges Geflecht, in dem sich Fachwissen und persönliche Erfahrungen dialogisch ergänzen. Durch die aktive Teilhabe der Nutzer*innen der Plattform soll letztendlich ein lebendiges Netzwerk gefördert und ein digitaler Raum für einen dynamischen Erfahrungsaustausch über alle Generationen hinweg gewährleistet werden. Des Weiteren sind die Beiträge der Bürger*innen wichtige Ergänzungen der Sammlung und dienen somit künftig auch als Quellen, d.h. als wichtige Grundlage für die Geschichtswissenschaft.