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mit:forschen!

Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

Plastic Pirates – Go Europe!

© BMBF/Plastic Pirates – Go Europe!
Der Schutz von Meeren und Gewässern ist eine Aufgabe für uns alle. Egal, ob wir direkt an der Küste oder im Landesinneren leben. Im Rahmen des Citizen-Science-Projekts Plastic Pirates sind Schulklassen und Jugendgruppen aufgerufen, Plastikmüll an den Küsten und Flussufern zu sammeln, die verschiedenen Arten des gesammelten Plastikmülls zu dokumentieren und so die Forschung aktiv zu unterstützen.
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Worum geht es in diesem Projekt?

Große Mengen Plastikmüll gelangen über Bäche und Flüsse in die Meere und den Ozean. Insbesondere an Küsten und Stränden sammelt sich der Müll und stört das Ökosystem vor Ort und auch die Menschen, die den Strand nutzen. Doch nicht erst hier werden Mikro- und Makroplastik zur Gefahr für die Tier- und Pflanzenwelt und schädigen die regulierende Funk-tion der Meere. Wo genau der Müll in die Flüsse gelangt und welche Auswirkungen Plastik auf Lebewesen in Fließgewässern und Meeren hat, beschäftigt Forscherinnen und Forscher bereits seit langem. In den Ländern Europas und auch überall sonst in der Welt fehlt es noch an genauen Daten. Das Projekt Plastic Pirates trägt dazu bei, diese Daten- und Wissenslücken zu schließen. Dabei schlüpfen die Teilnehmenden selbst in die Rolle der Forscherinnen und Forscher und lernen die wissenschaftliche Arbeitsweise kennen.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Die Plastic Pirates – Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren in Projektgruppen – erheben europaweit Daten zu Kunststoffvorkommen an Küsten und Fließgewässern. Ein geeigneter Küsten- oder Flussuferabschnitt ist gefunden? Dann kann‘s eigentlich schon losgehen! Mit wissenschaftlichen Methoden wird Makroplastik wie zerrissene Tüten, weggeworfene Plastikflaschen oder verknotete Angelschnüre gesucht, gezählt und dokumentiert. Die Ergebnisse werden auf einer digitalen Deutschlandkarte veröffentlicht und helfen anschließend der Wissenschaft, bestehende Forschungslücken zum Vorkommen von Plastikmüllarten nach und nach zu schließen.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Mit den gewonnenen Daten arbeiten europaweit unterschiedliche wissenschaftliche Institute weiter. In Deutschland sind dies die Kieler Forschungswerkstatt und das Ecologic Institut. Dort wird zum Beispiel festgestellt, welche Flussabschnitte besonders stark mit Plastik verschmutzt sind und wie sich die Belastung von der Quelle bis zur Mündung eines Flusses entwickelt. Die Ergebnisse aus vorangegangenen Aktionszeiträumen können hier eingesehen werden: https://www.plastic-pirates.eu/de/results/analysis. Außerdem gibt es wissenschaftliche Veröffentlichungen, die die Daten aus dem Projekt genutzt haben: https://doi.org/10.1016/j.wasman.2023.03.042 & https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S004896972102920X

Wozu trägt die Forschung bei?

Aus den Daten der Forschung lassen sich Empfehlungen für die Politik auf europäischer Ebene, aber auch auf Bundes- oder lokaler Ebene ableiten. Beispielsweise können die Daten der Plastic Pirates dabei helfen, den Effekt von Maßnahmen wie dem EU-Einwegplastik-Verbot zu messen. Generell können Schutzmaßnahmen abgeleitet werden, die Flüssen, Meeren und letztlich uns selbst zugute kommen.