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mit:forschen!

Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

Wildkatze-Totfundmonitoring

Melde Totfunde von Wildkatzen und unterstütze so die Erforschung und den Schutz dieser seltenen Art.
Themen
Projektzeitraum ab
Januar 2015
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Stefanie Huck

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Institution

Retscheider Hof e.V.

Worum geht es in diesem Projekt?

Bundesweit beteiligen sich tausende ehrenamtliche Helfer*innen an der Erfassung von Totfunden bei Katzen, die in speziellen, moderierten Gruppen und Foren eingestellt werden, um die Besitzer der Tiere zu finden. Die Arbeit gilt eigentlich bislang den Hauskatzen. Ein bundesweites "Meldesystem" für verunfallte Wildtiere gibt es nicht, so dass bei vielen Bürger*innen Ratlosigkeit entsteht, was nun mit einem verunfallten Wildtier passiert. Seit 2015 überprüfen wir diese eingehenden Meldungen auf Wildkatzen-Verdachtsfälle. Sprechen die vorhanden Daten für einen Wildkatzen-Fund, wird vom Retscheider Hof in Absprache mit den zuständigen Behörden möglichst die Sicherung des Tieres und/oder auch genetischen Materials vorgenommen. Durch die Meldungen der Bürger*innen können diese aktiv an der Vorkommens-Kartierung teilnehmen und damit wertvolle Daten zu einer seltenen, streng geschützten Art liefern.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Die Bürger*innen können uns Fotos (via Smartphone oder Handy) von Verdachtsfällen mit den genauen Orts-Koordinaten schicken. Bei einem Wildkatzen-Verdachtsfall stellen wir direkten Kontakt zu dem Finder oder der Finderin her und sprechen das weitere Vorgehen ab. Für Interessierte bieten wir über die Website www.retscheider-hof.de Identifikationshilfen an. Zusätzlich bieten wir Schulungen an und geben Online-Seminare rund um die Wildkatze.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Funddaten können per E-Mail, WhatsApp oder direkt über die Website "totfund.de" sowie über sozialen Medien eingesandt werden. Jede*r Finder*in wird zunächst darüber informiert, ob es sich um eine "echte" europäische Wildkatze handelt. Die Daten fließen über unsere Datenbank auch in das Totfundmonitoring der Bundesländer ein und stehen somit als öffentliche Ergebnisse zur Verfügung.

Wozu trägt die Forschung bei?

Die Erfassung der Daten dient zur Beurteilung der Populationsentwicklung der Europäischen Wildkatze. Die Daten fließen daher auch in die FFH-Berichte der einzelnen Bundesländer ein. Anhand der Fundorte können sogenannte Wanderkorridore erkannt werden. Zusätzlich ist es möglich, Unfallschwerpunkte zu erkennen und entsprechende Schutzmaßnahmen (Entschärfung der Gefahrenstelle, Grünbrücken, usw) auf den Weg zu bringen sowie an Planungsverfahren teilzunehmen. Die Daten helfen zudem, die Qualität von Lebensräume bedrohter Wildtierarten einzuschätzen, um daraus unterstützende Maßnahmen ableiten zu können.