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Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

Citizen Science in den Sozialwissenschaften

Citizen Science in den Sozialwissenschaften

Die gleichberechtigte Beteiligung von Personen ohne wissenschaftliche Ausbildung an der Wissensgenerierung wird in den Sozial- und Gesundheitswissenschaften seit Beginn des 20. Jahrhunderts in der empirischen Forschung thematisiert. Es entstanden unterschiedliche Traditionen und Schulen in verschiedenen Ländern, die z. B. als action research (Aktionsforschung), Community-Based Participatory Research, Cooperative Inquiry oder Appreciative Inquiry bekannt wurden. Aufgrund der eigenständigen langjährigen  – national wie internationalen – Konzeptionsgeschichte gibt es jedoch wenige Aktivitäten in den Sozialwissenschaften, die sich selbst als Citizen Science-Projekte bezeichnen. Oft praktiziert werden folgende Ansätze, die eine konzeptionelle Ähnlichkeit mit Citizen Science aufweisen:

Sozialwissenschaftliche Forschung steht im Vergleich zu anderen Bereichen vor der Herausforderung, soziale Ordnung und Prozesse als Forschungsgegenstand zu haben. Von daher sind häufig Personen direkt als Interviewpartner oder Befragte in Forschungsprojekte involviert. Verwirrenderweise werden manche dieser Projekte empirischer Sozialforschung aufgrund der qualitativen oder performativen Methodik als „partizipativ“ gekennzeichnet, sind aber von den hier erwähnten Ansätzen abzugrenzen, da sie sich nicht mit der Idee des Citizen Scientists oder Co-Forschenden als aktiv handelnder Person im Forschungsprozess vertragen. Speziell unter dem Begriff Citizen Science werden in den letzten Jahren vermehrt Projekte in der Stadt- und Landschaftsplanung durchgeführt, mit Projekten zur Gestaltung von Städten und Vermittlung von historischen Geschichten über Wikis. Da diese Projekte oft als Einzelexperimente laufen, ist es schwierig, allgemeine Merkmale zu erkennen.

STORY: Ökonomische Bildung und wissenschaftliches Arbeiten

Das Projekt YES! – Young Economic Summit ist ein Schülerprojekt unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Schülerinnen und Schüler, organisiert in Projektgruppen und begleitet von einer Lehrkraft, beschäftigen sich in einem Zeitraum von ca. sechs Monaten intensiv mit einer drängenden Forschungsfrage. Ziel ist es, eine konkrete Lösungsidee für ein globales ökonomisches, ökologisches oder soziales Problem zu erarbeiten. Durch Schulungen der Informationsund Medienkompetenz werden den teilnehmenden Jugendlichen die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens beigebracht. Über den direkten Austausch mit Forschenden wird Wissenschaft erlebbar und das notwendige Fachwissen kann vermittelt werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen, dass sie nicht nur Spielball der ökonomischen Realität sein müssen, sondern diese eigenverantwortlich mitgestalten können. Durch das YES! erhalten sie eine Plattform und eine Stimme. Sie übernehmen Verantwortung und gestalten die Zukunft mit, in der sie leben möchten.

YES! – Young Economic Solutions

für Kinder geeignet Aktionszeitraum
Schüler:innen beschäftigen sich in einem Zeitraum von sechs Monaten intensiv mit einer drängenden Forschungsfrage und stehen dabei im engen Kontakt zu Forschenden unserer wissenschaftlicher Partnerinstitute. Ihre Ideen und Lösungsansätze präsentieren die Schulteams in entsprechenden Veranstaltungen.