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mit:forschen!

Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

Bee Observer BOB

Imker*innen, Maker*innen, Forscher*innen arbeiten zusammen an dem digitalen Bienenstock. So werden Risiken und Gefahren für Honigbienen schneller erkannt und reduziert.

Themen

Projektzeitraum ab

Januar 2018

Projektende

Dezember 2020

Weitere Informationen

Du möchtest dabei sein? Klasse! Wir werden in Kürze ein gutes Anmeldeverfahren freischalten. Das Projekt startet Anfang 2018. Trage dich für News und Infos in unseren Newsletter ein.

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Kontakt

Caro Zschippig

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Institution

Universität Bremen

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Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

Bienen sterben weltweit in bisher nie dagewesenem Ausmaß. Dabei sind die Insekten für den Erhalt des Ökosystems von zentraler Bedeutung. Wenn Honigbienen keine Nutzpflanzen mehr bestäuben, wäre auch unsere Nahrungsmittelproduktion betroffen. Wir wollen Bienenstöcke mit Sensoren ausstatten, Daten aufzeichnen und auswerten. Bürger*innen und Wissenschaftler*innen arbeiten Hand in Hand und schaffen gemeinsam ein umfassendes Netzwerk von Sensorknoten. So bekommen wir zuverlässig Einblick in den Lebensraum und den Zustand hunderter Bienenvölker. Mit Hilfe der Daten sollen Strategien für die Rettung der Bienen entwickelt werden.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Die Hauptaufgaben sind im ersten Projektjahr, Sensorlösungen, die bereits von den Projektinitiatoren erprobte wurden, zu einer praktikablen, einheitlichen Gesamtlösung zu kombinieren. Dieser Prozess wird von erfahrenen Software- und Hardwareentwickler*innen moderiert und begleitet. Hier können sich Bürger*innen mit Spaß an Elektronikentwicklung, Einplatinencomputern oder Programmierung einbringen. In den Projektjahren 2 und 3 werden die Sensoren in Bienenstöcke eingebaut und Daten gesammelt. Bürger*innen lernen in Workshops, wie das geht. Sie betreuen die Bienen und die Technik, dokumentieren die imkerlichen Tätigkeiten und Ereignisse und bringen sich in den wissenschaftlichen Auswertungsprozess ein.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Ein zentraler Datenserver mit Datenbank wird eingerichtet, auf dem alle Messdaten zentral zusammenlaufen und gespeichert werden. In einem Workshop zum Thema Datensicherheit und -nutzung wird zu Projektbeginn ein Konzept erarbeitet, wie dieser Datenserver als vertrauenswürdige und datenschutzkonforme Umgebung realisiert werden kann. Gemeinsam legen wir Kriterien fest, wie der Zugang zu diesen Daten geregelt werden soll. Nach dem ersten Bienenjahr gibt es ein Symposium mit Vorstellung und Verbreitung der Ergebnisse, sowie der Reflexion der Projektfortschritte Parallel dazu erfolgt die fortlaufende Entwicklung einer App, die aus den gemessenen Daten Zusammenhänge über die Bienenvölker ableitet und zunehmend komplexere Informationen sichtbar macht.

Wozu trägt die Forschung bei?

Diese neue Art, Wissen über die Bienen zu erlangen und aufzuzeichnen soll dazu anregen, die eigenen Handlungsweisen kritisch zu reflektieren. Austausch und die Kommunikation zwischen Akteuren wollen wir fördern. Imker*innen können in Zukunft ihre Entscheidungen datenbasiert und mit wissenschaftlicher Methodik auszuwerten und mit anderen vergleichen. Durch den offenen Dialog im Projekt fließen verschiedene Sichtweisen auf das komplexe Problem des Bienensterbens zusammen.