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Community Forschung in Berg Fidel - Gemeinsam gesundheitliche Chancengleichheit stärken

Die Community Forscherin im Gespräch. Copy Right: Simon Jöcker. WOW Film
Welche Bedarfe haben Menschen aus Berg Fidel an Gesundheit im Stadtteil? Wie können sie zur Gestaltung von Gesundheit empowert werden? Gemeinsam, in einem Tandem aus Wissenschaftler*innen und Personen aus der Community vor Ort werden in diesem Projekt Antworten auf diese Fragen erarbeitet.

Projektzeitraum ab

Juni 2023

Projektende

Mai 2024

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zum Projekt: cs-wettbewerb-2022 (uni-muenster.de)

 

Link zum Video: Citizen-Science-Preis: Community Forscher*in für Berg Fidel - YouTube

 

Link zur Website des Projektes "Gesundheit in der nachhaltigen Stadt Münster": Gesundheit in der nachhaltigen Stadt - Projekt-Sammlung - Projekte - Zukunft Münster (muensterzukunft.de)

 

Das Projekt wurde inspiriert vom Forschungsansatz der Community Health Forschung, den insbesondere Prof. Dr. Christiane Falge an der Hochschule für Gesundheit in Bochum umsetzt. Lieben Dank für die Entwicklung dieses spannenden Ansatzes! 

Zum Weiterlesen hierzu: 

Falge, C.; Betscher, S. (2022): Community Health als postmigrantische Perspektive auf Migration und Gesundheit. In: Gudrun Faller; Department of Community Health (DoCH)(Hg.): Community Health. Grundlagen, Methoden, Praxis. Beltz Juventa, Weinheim, ISBN: 9783779958482

Kontakt

Lisa Kamphaus

E-Mail senden

Institution

Universität Münster

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Das Projektteam (v.l.): Prof. Dr. Iris Dzudzek, Lisa Kamphaus, Natividad Abaga Ayecaba. Copy Right: Simon Jöcker. WOW Film
Gemeinsam forschen wir auf Augenhöhe zu gesundheitlicher Ungleichheit in Berg Fidel. Copy Right: Simon Jöcker. WOW Film
Berg Fidel als Stadtteil liegt in Münster und wird stark stigmatisiert. Copy Right: Simon Jöcker. WOW Film
Der Stadtteil ist stark von gesundheitlicher Ungleichheit geprägt, gleichzeitig gibt es aber auch zu wenig Forschung über die Bedarfe der Bewohner*innen vor Ort. Copy Right: Simon Jöcker. WOW Film

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

Gemeinsam mit Menschen aus einem stark stigmatisierten Stadtteil in Münster, Berg Fidel, wollen wir Bedarfe und Möglichkeiten der Gesundheitsförderung für den Stadtteil erheben und durch Stärkung der Community vor Ort, Menschen im Stadtteil zur Selbstorganisierung empowern. Dies tun wir durch eine Community Forscherin. Durch einen direkteren und niedrigschwelligeren Zugang zu Menschen aus ihrer Community, werden an unsere Community Forscherin, die in Berg Fidel geboren, aufgewachsen und eng verwurzelt ist, andere Themen herangetragen, die die Menschen vor Ort sonst nicht an unbekannte Personen kommunizieren würden. Begleitet wird die Community Forscherin durch Geograph*innen, die gemeinsam auf Augenhöhe und kollaborativ mit der Community Forscherin die Forschung entwickeln und umsetzen. Hierauf aufbauend wird im weiteren Verlauf des Projektes eine gemeinsame Umsetzung von Wünschen für den Stadtteil mit den Menschen aus dem Stadtteil angestrebt. Durch die Förderung der Vernetzung von Initiativen, Bürger*innen und verschiedenen Akteur*innen aus dem Stadtteil, wird zudem auch die Teilhabe und Selbstorganisierung am und im Stadtteil gefördert.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Im Sommer 2023 ist die Community Forscherin dieses Projektes im Stadtteil unterwegs und spricht mit Menschen aus Berg Fidel über ihre Lebenssituationen und ihre gesundheitlichen Bedarfe. Hierbei geht sie stark community-orientiert vor und spricht gezielt mit Menschen aus ihrer Community in deren Alltag. Diese niedrigschwelligen Kommunikationsmöglichkeiten mit der Community Forscher*in, sowie ihre Präsenz und Verwurzelung im Stadtteil trägt dazu bei, dass vulnerablere Gruppen, die sonst weniger durch klassische Forschungsmethoden erreicht werden, gezielt partizipieren können und eine Ansprechperson haben. Mit den beteiligten Personen und weiteren Interessierten werden dann, die in den Gesprächen gesammelten Ergebnisse in einem künstlerischen Workshopformat, präsentiert und diskutiert, bspw. in Form eines gemeinsamen Wandbildmalens. Der Workshop wird im Stadtteil und über Social Media beworben. Gemeinsam wird daraus hervorgehend eine Möglichkeit Gesundheit und Empowerment im Stadtteil zu stärken entwickelt und umgesetzt. Menschen aus Berg Fidel, die sich auch als Community Forscher*in oder generell beteiligen möchten, können sich entweder auf der Straße an unsere Community Forscherin oder auch gerne via E-Mail melden.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Ergebnisse des Projektes werden den Bürger*innen sehr praxisnah zugänglich gemacht und eine hohe Multiplikation in die Bürger*innenschaft erreicht. Ein Workshop mit allen Beteiligten und interessierten Bürger*innen und Akteur*innen aus Berg Fidel spiegelt die erhobenen Daten in die Community zurück und bietet so Raum für Diskussion der Ergebnisse, Möglichkeiten der Vernetzung sowie Entwicklung von gesundheitsrelevanten Strategien. Durch diesen Workshop wird eine hohe Außensichtbarkeit des Projektes erreicht und die Ergebnisse werden direkt Bürger*innen zugänglich gemacht. Darüber hinaus werden die Zwischenergebnisse auf einer stadtweiten Konferenz „Gesundheit für alle. Gemeinsam die Gesunde Stadt gestalten“ 2023 in Münster, die sich an Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Bürger*innenschaft richtet, gemeinsam mit der Community Forscherin präsentiert und so einer breiten Öffentlichkeit, Politik und Stadtverwaltung zugänglich gemacht. Darüber hinaus fließen die gesammelten Ergebnisse in die Entwicklung eines stadtweiten Handlungsprogramms zu gesundheitlicher Chancengleichheit ein, welches das Projekt „Gesundheit in der nachhaltigen Stadt“ bis 2026 entwickelt und das als Ratsbeschluss in der Stadt Münster demokratisch verankert werden soll.

Wozu trägt die Forschung bei?

Gesundheit ist zu einer zentralen Herausforderung für Städte geworden. Durch die lokal sehr unterschiedlichen Ausgestaltungen von Gesundheit und Stadtentwicklung sind die Chancen auf Gesundheit lokal sehr ungleich verteilt. Insbesondere innerhalb von Städten unterscheidet sich die Lebenserwartung zwischen armen und reichen Stadtteilen besonders stark. Diese gesundheitliche Chancenungleichheit zeigt sich auch zwischen unterschiedlichen Stadtteilen in Münster: In ärmeren Stadtteilen wie bspw. Berg Fidel schneiden Kinder und Jugendliche in Schuleingangsuntersuchungen deutlich schlechter ab. Diesen lokal sehr unterschiedlichen gesundheitlichen Herausforderungen und Ungleichheiten widmet sich dieses Projekt indem gemeinsam mit Akteuren vor Ort für den gesundheitlich benachteiligten Stadtteil Berg Fidel eine genauere Kenntnis der gesundheitlichen Situation vor Ort und der Bedarfe an Gesundheitsförderung im Stadtteil erarbeitet, sowie auch gemeinsam mit Menschen aus Berg Fidel eine konkrete, lokale Handlungsmöglichkeit für ein Gesundes Berg Fidel entwickelt und umgesetzt werden soll.

Was sind die (Zwischen-)Ergebnisse des Projekts?

Das Projekt „Community Forschung Berg Fidel“ schließt direkt an die gemeinsam mit Akteur*innen aus dem Stadtteil Berg Fidel erarbeiteten Problemstellungen und Handlungsmöglichkeiten des Projektes „Gesundheit in der nachhaltigen Stadt“ an und reagiert durch die Umsetzung einer gemeinsam erarbeiteten Idee, auf die Erkenntnis, dass ein Zugang zu Communities im Stadtteil von Akteur*innen des Stadtteils fehlt und gesundheitliche Bedarfe von Communities vor Ort größtenteils unklar sind. Gemeinsam mit der Community Forscherin, die Teil einer Community vor Ort ist, haben wir das Projekt entwickelt und setzen es gemeinsam um. Somit ist das Projekt selbst ein Zwischenergebnis des Projektes "Gesundheit in der nachhaltigen Stadt". Ziel des Projektes "Gesundheit in der nachhaltigen Stadt" ist es, strukturelle Gesundheitsförderung in der Stadtentwicklung zu verankern und gesundheitliche Chancengleichheit in der Stadt Münster zu fördern, indem bis 2026 partizipativ eine kommunale Handlungsstrategie für gesundheitliche Chancengleichheit erarbeitet wird. Link zum Projekt "Gesundheit in der nachhaltigen Stadt": https://www.muensterzukunft.de/gesundheit