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Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

Gemeinsam Gedächtnis erforschen

Unterstützen sie die Neurowissenschaften und helfen sie zu verstehen, wie sich die Corona-Maßnahmen und eine Erkrankung mit Covid-19 sich auf die Gedächtnisleistung auswirken. Dies geschieht mit wissenschaftlich validierten Testungen und Fragebögen in einer App.

Themen

Projektzeitraum ab

Dezember 2018

Kontakt

Julian Haupenthal

E-Mail senden

Institution

neotiv GmbH

Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen DZNE

Häufige Fragen

Worum geht es in diesem Projekt?

Die gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie sind tiefgreifendend aber auch individuell sehr verschieden. Diese Auswirkungen besser zu verstehen erfordert einen Schulterschluss der Wissenschaft mit Bürgerinnen und Bürgern. Die Digitalisierung kann in besonderem Maße dazu beitragen diese Zusammenarbeit zu stärken, wenn digitale Hilfsmittel verantwortungsvoll und fundiert eingesetzt werden. Gerade in dieser Pandemie-Situation wird deutlich, wie wichtig digitale medizinische Hilfsmittel bei der Durchführung wissenschaftlicher Studien sind. Covid-19 ist ein sogenannter „neurotroper“ Virus, hat also die Neigung in das Nervensystem zu gelangen. Der kurzfristige und auch der langfristige Einfluss der Erkrankung auf das Gehirn muss daher untersucht und verstanden werden. Diese Studie ist als Bürgerforschungsstudie ausgelegt, um eine freiwillige Unterstützung durch Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen. Der Einfluss einer Infektion und Erkrankung mit Covid-19 auf wichtige Gedächtnisfunktionen soll mit Hilfe wissenschaftlich validierter Testungen und Fragebögen untersucht werden. Ebenfalls werden in diesem Zusammenhang die Auswirkungen der Maßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung des Virus begutachtet. Zur Durchführung wird eine in internationalen Forschungsstudien und in der Bürgerforschung erprobte App verwendet.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren können sich eine App für das Smartphone mit Ios und Android Betriebssystem herunterladen und einen Bürgerforschungs-Account erstellen. Mit Hilfe der App können dann einmal pro Woche einfache spielerische Gedächtnistestungen durchgeführt werden, die jeweils ca. 15 Minuten dauern. Diese Testungen werden durch einfache Gesundheitsfragebögen zum Schlafverhalten und Grippeerkrankungen, sowie zu kognitiven Funktionen ergänzt, die auch nur wenige Minuten in Anspruch nehmen. Weiterhin sammelt die App Feedback zu möglichen anderen Interessen und Erfahrungen der Teilnehmenden, um in Zukunft andere Schwerpunkte zu ermöglichen. Der erste Untersuchungszeitraum beträgt 4 Monate, wenn Bürger diesen abgeschlossen haben, können Sie an weiteren Untersuchungen zu anderen Fragestellungen weitermachen.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Ergebnisse der Testungen werden durch die App anonym und nach höchsten Datenschutzstandards gespeichert. Zum Zweck der wissenschaftlichen Analyse werden die Ergebnisse an wissenschaftliche Partner, das Deutsche Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen DZNE und das Institut für kognitive Neurologie und Demenzforschung IKND der Otto-von-Guericke Universität weitergeleitet. Über den jeweiligen Stand der Studie und wissenschaftliche Erkenntnisse informiert die Projektwebsite. Ziel ist es, unabhängige wissenschaftliche Veröffentlichungen zu erzeugen. Feedback der Teilnehmenden aus dem laufenden Projekt beeinflusst weiterführende Untersuchungen auf derselben technischen Plattform. Der partizipative Prozess wird auf der Projektwebsite beschrieben.

Wozu trägt die Forschung bei?

Um in Zukunft Gedächtnisprobleme im Kontext einer Erkrankung an Covid-19 einordnen zu können, ist es notwendig zu verstehen, wie sich die Erkrankung, und auch die gesellschaftlichen Maßnahmen, auf das Gedächtnis auswirken. Diese Einflüssemüssen umfangreich erforscht werden, um sie von anderen neurologischen Erkrankungen unterscheiden zu können. Weiterhin erlaubt das Projekt auch Interessen und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger im Kontext der Kognition besser zu verstehen und sensibilisiert die Bevölkerung für dieses wichtige Thema.

Was sind die (Zwischen-)Ergebnisse des Projekts?

„Gemeinsam Gedächtnis erforschen“ ist bereits ein voller Erfolg. Wir bedanken uns herzlich bei den fast 2000 aktiven Teilnehmern für 7900 absolvierte Tests in den bisherigen Fokuspunkten In einem ersten Schritt wurde nun die Zusammensetzung der Testgruppe und das Testverhalten der Proband*innen untersucht. So zeigt es sich, das rund 72% der Teilnehmer*innen weiblich sind. Das Alter der meisten Teilnehmer*innen liegt um 60 Jahre, wobei sich sogar einige Proband*innen zwischen 80 und 90 Jahren engagiert haben. Auch die langfristige Beteiligung der Teilnehmer*innen hat uns positiv überrascht. Alle drei Testgruppen sind gut dabeigeblieben und hunderte Teilnehmer*innen haben die Studie über alle 15 Testungen durchgeführt. Wir freuen uns auf der Projektwebseite stets Zwischenergebnisse und Veröffentlichungen mit den Bürger_innen teilen zu dürfen. Vielen Dank für Ihren Beitrag