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mit:forschen!

Die Plattform für Citizen-Science-Projekte aus Deutschland: Mitforschen, präsentieren, informieren!

Politischer Konsum im Alltag

Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 2130481811 (www.shutterstock.com)
Viele Menschen berücksichtigen beim Einkaufen politische, ethische oder ökologische Aspekte. Doch welche Produkte boykottieren oder kaufen sie deswegen? Und welche Informationen helfen ihnen bei Kaufentscheidungen? Das Citizen-Science-Projekt möchte diese und weitere Fragen beantworten.
Projektzeitraum ab
Januar 2024
Projektende
Dezember 2025
Weitere Informationen

Das Projekt wird gefördert vom Förderfond zur Finanzierung von Forschungsprojekten mit Bürgerbeteiligung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ("Bürgeruniversität in der Forschung").

 

Kontakt

Ole Kelm und Marco Dohle

E-Mail senden
Institution

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Bürgeruniversität der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Worum geht es in diesem Projekt?

Immer mehr Menschen berücksichtigen beim Einkaufen, bei der Nutzung von Dienstleistungen oder auch bei der Auswahl von Medienangeboten politische, ethische oder ökologische Aspekte. Beispielsweise kaufen sie ökologisch hergestellte Produkte, um etwas für die Umwelt zu tun, oder sie haben die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar aufgrund dortiger Menschenrechtsverletzungen nicht verfolgt. Dadurch werden sie zu politischen Konsument*innen. Weitgehend unklar ist allerdings, in welchen Medien (z. B. auf welchen Internetseiten oder in welchen Fernsehsendungen) Bürger*innen mit Informationen in Kontakt kommen, die ihnen bei ihren Konsumentscheidungen helfen, was die Konsument*innen mit ihren Entscheidungen erreichen wollen und welche Produkte und Dienstleistungen besonders häufig aus politischen, ethischen oder ökologischen Gründen boykottiert oder „buykottiert“ werden. Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Citizen-Science-Projekts „Politischer Konsum im Alltag“.

Wie können Bürger*innen mitforschen?

Im Projekt sollen eine Tagebuchstudie und eine bevölkerungsrepräsentative Befragung konzipiert, durchgeführt und analysiert werden. Bürger*innen können sich in zweifacher Weise beteiligen: 1. Durchgeführt werden soll das Projekt in Zusammenarbeit mit ca. 10 Citizen Scientists, die in einem Co-Design-Verfahren an der Entwicklung der konkreten Forschungsfragen und allen Phasen des Forschungsprozesses aktiv mitwirken (ab März/April 2024). Dazu finden gemeinsame Workshops statt (die Teilnehmer*innen erhalten hierfür Aufwandsentschädigungen), aber auch Schulungen zum sozialwissenschaftlichen Arbeiten. Spezifische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. 2. Bürger*innen können online an der Tagebuchstudie teilnehmen (ab ca. Juni 2024) und dort in strukturierter Weise Hinweise geben, wo und wann sie mit Informationen in Kontakt gekommen sind, die ihnen bei ihren politischen Konsumentscheidungen helfen, bei welchen Einkäufen sie politische, ethische oder ökologische Gründe berücksichtigt haben und was sie sich von ihren politischen Konsumentscheidungen erhoffen. Die genauen Fragen und dazugehörigen Tools werden gemeinsam mit den Citizen Scientists konzipiert (siehe 1.). Wenn Sie an der Tagebuchstudie teilnehmen möchten, können Sie sich hier anmelden: https://ww3.unipark.de/uc/teilnahme_tagebuch/ Weitere Hinweise finden Sie auf der Projektwebseite: www.sozwiss.hhu.de/politischer-konsum/ Schreiben Sie uns gern per Mail, falls Sie Fragen haben: politischer-konsum[at]hhu.de

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Ergebnisse sollen gemeinsam mit den beteiligten Citizen Scientists ausgewertet werden. Angewendet werden hierfür sozialwissenschaftliche Verfahren der Datenanalyse, in diese werden die Citizen Scientists eingeführt. Eine Publikation der Ergebnisse soll in wissenschaftlichen Fachzeitschriften erfolgen. Informationen über die Ergebnisse erfolgen zudem unter anderem über die Projektwebseite und auf einer öffentlichen Abschlussveranstaltung. Zudem werden beteiligte Bürger*innen auf Wunsch gesondert über die Ergebnisse informiert, beispielsweise per E-Mail.

Wozu trägt die Forschung bei?

Das Projekt trägt zur Forschung zu politischem Konsum bei, nicht nur aufgrund gewonnener empirischer Ergebnisse, sondern auch durch die Entwicklung innovativer Messinstrumente. Es soll helfen, Forschungslücken in diesem Feld zu schließen, insbesondere mit Blick auf die Frage, wie politischer Konsum im Alltag von Bürger*innen verankert ist. Dadurch ergeben sich zum einen Hinweise darauf, wie sich politische Partizipation insgesamt unter Bürger*innen entwickelt. Zum anderen werden die Projektergebnisse zeigen, welchen Stellenwert politische, ethische und ökologische Gesichtspunkte bei Kaufentscheidungen von Bürger*innen haben und von welchen Faktoren solche Entscheidungen abhängig sind. All dies könnte beispielsweise für Nachhaltigkeitsstrategien und deren kommunikative Verbreitung relevant sein.